Details

„Ich wollte halt ein Junge sein“


„Ich wollte halt ein Junge sein“

Über den Umgang transidenter Personen mit Geschlechtlichkeit und die soziale Konstruktion der Transidentität
1. Auflage

von: Leonie Weiß

19,99 €

Verlag: Herbert Utz Verlag
Format: PDF
Veröffentl.: 12.01.2018
ISBN/EAN: 9783831673162
Sprache: deutsch
Anzahl Seiten: 132

Dieses eBook erhalten Sie ohne Kopierschutz.

Beschreibungen

Warum fühlen wir uns als Frau? Warum fühlen wir uns als Mann? Warum haben wir das Gefühl, ein Geschlecht zu ‚sein‘? Wir nehmen es mit der Geburt an und in den meisten Fällen leben wir damit, ohne es weiter in Frage zu stellen. Somit bildet das Geschlecht eine der elementarsten Dimensionen unserer Identität. Doch was Geschlecht bedeutet und wie wirkmächtig die Kategorien sind, die wir dabei aufmachen, verstehen wir erst, wenn wir mit Personen sprechen, die sich nicht mit der ihnen zugeschriebenen Geschlechterrolle identifizieren können. Oft begleitet diese Personen das Gefühl, mit sich selbst nicht im Einklang zu sein. Das kann einen enormen Leidensdruck hervorrufen, der uns vor Augen führt, in welch engem Korsett wir uns bei der Aushandlung unserer Geschlechtsidentität bewegen. Wie gehen transidente Personen mit Geschlechtlichkeit um? Wie handeln sie ihre Geschlechtsidentität aus und wie positionieren sie sich zum binären Geschlechtersystem? Mithilfe ausführlicher ethnographischer Interviews werden in diesem Buch die vielfältigen Möglichkeiten geschlechtlichen Empfindens und die große Bandbreite geschlechtlicher Identifikation aufgezeigt.
Neben einer kurzen geschichtlichen Einordnung der Transidentität sowie der Darstellung ihrer institutionellen Rahmenbedingungen bietet die Arbeit eine Einführung in die kultur- und sozialwissenschaftliche Geschlechterforschung und hinterfragt dabei die Praktiken der alltäglichen Produktion von Geschlecht. In diesem Zusammenhang spielen vor allem diskurstheoretische Überlegungen eine Rolle, die ihr Augenmerk auf die sprachliche Ebene von Geschlecht legen. Des Weiteren werden Gedanken zu einer mikrosoziologischen Phänomenologie des Leibes aufgegriffen, die die emotionale Erfahrung von Geschlechtlichkeit untersucht. Die vorliegende Arbeit versucht, transidentes Fühlen außerhalb binär-geschlechtlicher Erklärungsmuster zu verstehen, und Anregungen zu geben, die dichotome Geschlechterordnung grundlegend neu zu überdenken.
Warum fühlen wir uns als Frau? Warum fühlen wir uns als Mann? Warum haben wir das Gefühl, ein Geschlecht zu ‚sein‘? Wir nehmen es mit der Geburt an und in den meisten Fällen leben wir damit, ohne es weiter in Frage zu stellen. Somit bildet das Geschlecht eine der elementarsten Dimensionen unserer Identität. Doch was Geschlecht bedeutet und wie ...

Diese Produkte könnten Sie auch interessieren:

Romanian Transnational Families
Romanian Transnational Families
von: Viorela Ducu
PDF ebook
55,92 €
Handbook of the Sociology of Gender
Handbook of the Sociology of Gender
von: Barbara J. Risman, Carissa M. Froyum, William J. Scarborough
PDF ebook
367,71 €
Autoethnography and Feminist Theory at the Water's Edge
Autoethnography and Feminist Theory at the Water's Edge
von: Sonja Boon, Lesley Butler, Daze Jefferies
PDF ebook
55,92 €