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ROBERT T. KIYOSAKI

RICH
DAD

POOR DAD

WAS DIE REICHEN IHREN KINDERN
ÜBER GELD BEIBRINGEN

MIT 50 SEITEN MEHR UND 9 ZUSÄTZLICHEN LEKTIONEN

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Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek:

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie. Detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.

8. aktualisierte und erweiterte Auflage 2018

© 2015 by FinanzBuch Verlag,
ein Imprint der Münchner Verlagsgruppe GmbH
Nymphenburger Straße 86

Copyright © 2011 by Robert T. Kiyosaki

Alle Rechte, insbesondere das Recht der Vervielfältigung und Verbreitung sowie der Übersetzung, vorbehalten. Kein Teil des Werkes darf in irgendeiner Form (durch Fotokopie, Mikrofilm oder ein anderes Verfahren) ohne schriftliche Genehmigung des Verlages reproduziert oder unter Verwendung elektronischer Systeme gespeichert, verarbeitet, vervielfältigt oder verbreitet werden.

Übersetzung: neu bearb. Aufl. von Tamara Kristine Kailuweit, Dr. Monika Lubitz und Svenja Schickler

ISBN Print 978-3-89879-882-2

Weitere Informationen zum Verlag finden Sie unter

www.finanzbuchverlag.de

Beachten Sie auch unsere weiteren Verlage unter www.m-vg.de

Dieses Buch ist allen Eltern auf der ganzen Welt gewidmet –
den ersten und wichtigsten Lehrern eines Kindes
.

DANKSAGUNG

Wie sagt man »Dankeschön«, wenn man so vielen Menschen zu danken hat? Natürlich möchte ich mit diesem Buch meinen beiden Vätern danken, die mir beide wichtige Vorbilder waren – und meiner Mutter, die mich Liebe und Güte lehrte.

Zu den Menschen, die unmittelbar zur Verwirklichung dieses Buches beigetragen haben, gehört auch meine Frau Kim – meine Ehefrau, Geschäfts- und Lebenspartnerin. Ohne sie wäre ich nicht derjenige, der ich heute bin.

INHALT

Danksagung

Vorwort für die deutsche Ausgabe von Robert Kiyosaki

20 Jahre … ein Rückblick
Heute vor 20 Jahren

Einführung
Reicher Vater, armer Vater

1. Kapitel
Lektion eins: Die Reichen arbeiten nicht für Geld

Lerneinheit

2. Kapitel
Lektion zwei: Was bringt ein solides finanzielles Grundwissen?

Lerneinheit

3. Kapitel
Lektion drei: Kümmern Sie sich um Ihre eigenen Geschäfte

Lerneinheit

4. Kapitel
Lektion vier: Die Geschichte der Steuern und die Macht der Unternehmen

Lerneinheit

5. Kapitel
Lektion fünf: Die Reichen erfinden das Geld

Lerneinheit

6. Kapitel
Lektion sechs: Arbeiten Sie, um zu lernen, nicht für Geld

Lerneinheit

7. Kapitel
Lektion Sieben: Hindernisse überwinden

Lerneinheit

8. Kapitel
Lektion acht: Die ersten Schritte

Lerneinheit

9. Kapitel
Lektion neun: Sie wollen noch mehr? Hier noch ein paar Dinge, die Sie tun können

Lerneinheit

Zu guter Letzt

Lerneinheit

Der Autor Robert T. Kiyosaki

VORWORT FÜR DIE DEUTSCHE AUSGABE VON ROBERT KIYOSAKI

Seit Rich Dad Poor Dad 1997 das erste Mal veröffentlicht wurde, ist in der Geschäfts- und Finanzwelt viel passiert. Geschäfte und Finanzen sind global geworden: die Hightech- und die Immobilienblase platzten, Europa ringt mit der Staatsschuldenkrise, und die US-Wirtschaft kämpft, um einer Rezession zu entkommen. Hinzu kommen eine weite Verbreitung von Arbeitslosigkeit und rekordtiefe Zinsen, die Sparer bestrafen. Nicht zu vergessen die Unsicherheiten in den Immobilien-, Anleihen-, Währungs- und Rohstoffmärkten, die Investoren am Aktienmarkt Achterbahn fahren lässt.

All das wirft die Frage auf: Sind die Regeln zur Vermögensbildung und zum Geldverdienen, die ich von meinem reichen Vater gelernt habe – und erfolgreich in meinem eigenen Leben angewandt habe – heute noch gültig? Meine Antwort ist ein nachdrückliches »Ja«. Und so freue ich mich sehr, dass unser Klassiker Rich Dad Poor Dad als neue Ausgabe auf Deutsch veröffentlicht wird. Sie ist dazu bestimmt, den vielen begeisterten und kreativen Menschen in Deutschland zu helfen, den Männern und Frauen, die mich während meiner Besuche in Stuttgart und Nürnberg sehr beeindruckt haben. Ich freue mich darauf, zu sehen, wie sie der Herausforderung, ihre finanzielle Intelligenz zu steigern, begegnen und diese Informationen nutzen, um Verantwortung für ihr finanzielles Leben zu übernehmen.

Wenn Sie Rich Dad Poor Dad lesen, werden Sie entdecken, dass ich, während ich in Hawaii aufwuchs, zwei Väter hatte, einen reichen und einen armen. Ich bewunderte meinen echten Vater, ein hochgebildeter und gut bezahlter Lehrer, aber ein Mann, der immer mit den Finanzen zu kämpfen hatte; er war es, der mich im Alter von neun Jahren dazu ermutigte, alles über Geld vom Vater meines besten Freundes zu lernen, den ich meinen »reichen Vater« nenne.

Ich hätte keinen besseren Lehrer haben können, denn mein reicher Vater tat auch das, was er predigte. Er wurde so einer der reichsten Männer in Hawaii und hinterließ seiner Familie, Wohlfahrtsverbänden und seiner Kirche viele Millionen Dollar.

Er brachte mir bei, dass Geld vor allem Macht ist. Er ermutigte mich, zu lernen, reich zu sein, zu verstehen, wie Geld arbeitet und wie ich es für mich arbeiten lasse. »Ich arbeite nicht für Geld« hat er immer und immer wieder gesagt, »Geld arbeitet für mich.« All das, was er mich über einen Zeitraum von 30 Jahren gelehrt hat, habe ich in sechs grundlegenden Lektionen zusammengefasst, die der Schlüssel dazu waren, dass ich für mich selbst erheblichen Reichtum ansammeln konnte. Ich habe Rich Dad Poor Dad geschrieben, um diese Lektionen mit Menschen überall auf der Welt zu teilen, in der Hoffnung, dass auch sie diese dazu benutzen, um finanziell unabhängig zu werden.

Vielleicht ist die grundlegendste Lektion, die man über Geld lernen kann, wie man mit der Macht umgeht, die es über die Menschen hat. Das ist eine der ersten Lektionen, die mein reicher Vater mich gelehrt hat: lasse nie zu, dass du emotional gefangen bist zwischen der Notwendigkeit, Geld zu haben, und der Angst, es zu verlieren. In meiner nächsten Lektion betonte er, wie wichtig es ist, finanziell gebildet zu sein (oder es überhaupt zu werden), und stellte die finanziellen Fähigkeiten vor, die es benötigt, um Wohlstand aufzubauen. Genau wie ich, werden Sie lernen, wie man Vermögenswerte anhäuft, Verbindlichkeiten minimiert und einen positiven Cashflow aufbaut.

Gemeinsam werden wir untersuchen, wie sich ihr Job oder Beruf oder was auch immer es ist, mit dem Sie ihr Geld verdienen, von dem unterscheidet, was wirklich »Ihr Unternehmen« sein sollte – ein Portfolio von Vermögenswerten, die Einkommen produzieren. Dann werde ich Sie in die Geheimnisse einweihen, wie die Reichen sprichwörtlich Geld drucken und wie sie ihren Reichtum bewahren. Letztendlich möchte ich Ihnen mitteilen, was man bei der Suche nach einem Job beachten sollte – und Sie werden überrascht sein, dass es nicht Geld ist. Ich hoffe, mit allen Lektionen im Gepäck habe ich sie dann so gut ausgestattet, dass Sie Ihre Vermögenswerte mit Bedacht zusammenstellen, Geld verdienen (und behalten) und es für sich arbeiten lassen können. Das ist das Ziel dieses Buches und ich fordere Sie auf, es auch zu Ihrem Ziel zu machen. Studieren Sie die Lektionen und setzen Sie diese in Ihrem Leben um.

Es ist ratsam, zunächst Ihre Zeit zu investieren, bevor Sie Ihr Geld investieren, und darum empfehle ich Ihnen, erst zu lernen, bevor Sie Ihr Geld investieren. Meine Frau Kim und ich haben das CASHFLOW-Brettspiel entworfen, das Ihnen die Möglichkeit gibt, zu lernen und Spielgeld zu investieren, bevor Sie dazu echtes Geld in die Hand nehmen. Wenn Sie CASHFLOW spielen, werden Sie gleichgesinnte Menschen treffen, die wie Sie lernen und ihre finanzielle Intelligenz entwickeln wollen. Die Welt ist voll von Menschen mit negativen Einstellungen, Ich-weiß-alles-Mentalitäten und Verlierer-Haltungen. Ich empfehle Ihnen, sich mit Menschen zu umgeben, die auf demselben Weg sind wie Sie. Der Weg zur finanziellen Unabhängigkeit wird eine Reise sein, und es könnte und sollte eine Reise mit viel Spaß sein.

Denn Lernen soll Spaß machen! Viel zu oft ist finanzielle Bildung stumpfsinnig, langweilig und angstbesetzt. Viele Finanzexperten wollen Ihnen zeigen, wie riskant Investieren ist und warum Sie ihnen vertrauen sollten. So zu lernen entspricht nicht der Philosophie von RICH DAD. Wir glauben, dass man beim Lernen Spaß haben und zusammenarbeiten sollte und möchten Sie anleiten, den Unterschied zwischen guter und schlechter Finanzberatung selbst zu erkennen.

Wenn Sie bereit sind, die Verantwortung für Ihr finanzielles Wohlergehen zu übernehmen und Ihre Reise zu beginnen – oder wenn Sie bereits auf Ihrer Reise zu Wohlstand und einem reichen Leben sind – dann ist die RICH DAD-Philosophie das Richtige für Sie.

Robert T. Kiyosaki

20 Jahre … ein Rückblick

HEUTE VOR 20 JAHREN

Am 01. Juni 1967 erschien das Album Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band von den Beatles. Es wurde sofort zu einem von den Kritikern gefeierten kommerziellen Erfolg. 27 Wochen stand das Album an der Spitze der britischen Charts und 15 Wochen lang war es in den USA die Nummer eins. Das Time Magazine erklärte Sgt. Pepper’s zu einem »historischen Meilenstein im Fortschritt der Musikgeschichte«. Das Album gewann 1968 vier Grammy Awards und war Album des Jahres — das erste Rock-Album überhaupt, dem eine solche Ehre zuteilwurde.

Vor 20 Jahren, an meinem 50. Geburtstag am 8. April 1997, erschien Rich Dad Poor Dad. Im Gegensatz zur Story der Beatles hatte das Buch keinen sofortigen kommerziellen Erfolg. Auch die Kritiker nahmen es nicht gut auf. Tatsächlich waren die Veröffentlichung des Buches und der nachfolgende Feuersturm an Kritik das genaue Gegenteil.

Ursprünglich war Rich Dad Poor Dad eine Selbstveröffentlichung, da wir von jedem Verlag, dem wir das Buch angeboten hatten, abgelehnt wurden. Ein paar Ablehnungsschreiben enthielten Kommentare wie »Sie wissen ja gar nicht, wovon Sie sprechen«. Ich habe gelernt, dass die meisten Verleger eher so handeln, wie mein hochgebildeter, armer Vater, nicht wie mein reicher Vater. Die meisten Verleger waren mit den Lektionen über Geld ebenso wenig einverstanden wie mein armer Vater.

Heute vor 20 Jahren

1997 war Rich Dad Poor Dad eine Warnung, ein Buch voller Lektionen für die Zukunft.

Heute, 20 Jahre später, haben Millionen Menschen ein Bewusstsein für die Warnungen meines reichen Vaters und seine Lektionen entwickelt. Angesichts der Rückschau über die vergangenen 20 Jahre finden viele seine Lektionen seien prophetisch gewesen … Prophezeiungen werden wahr. Ein paar dieser Lektionen sind:

Rich Dad Lektion Nr. 1: »Die Reichen arbeiten nicht für Geld«

Vor 20 Jahren lehnten einige Verleger mein Buch ab, weil sie mit Lektion 1 von Rich Dad nicht einverstanden waren.

Heute wird immer mehr Leuten die wachsende Kluft zwischen den Reichen und dem Rest der Welt bewusst. Zwischen 1993 und 2010 flossen mehr als 50 Prozent der Steigerung des nationalen Einkommens an das reichste eine Prozent der Bevölkerung. Seitdem ist alles nur noch schlimmer geworden. Wirtschaftswissenschaftler der Universität Kalifornien haben festgestellt, dass 95 Prozent der Steigerung des Nationaleinkommens zwischen 2009 und 2012 ebenfalls an das wohlhabendste eine Prozent gingen.

Die Lektion: Die Einkommenssteigerungen gehen an die Unternehmer und Investoren, nicht an die Arbeiternehmer – nicht an die Leute, die für Geld arbeiten.

Rich Dad Lektion: »Sparer sind Verlierer«

Vor 20 Jahren widersprachen die meisten Verleger vehement den Lektionen aus Rich Dad Poor Dad. Für die arme Bevölkerung und die Mittelschicht sei »Geld sparen« eine Religion, die finanzielle Rettung aus der Armut und Schutz vor der grausamen Welt. Für viele kommt es einer Gotteslästerung gleich, wenn man Sparer als »Verlierer« bezeichnet.

Die Lektion: Ein Bild ist mehr wert als tausend Worte. Sehen Sie sich diese Tabelle des Dow Jones Industrieindexes von vor 120 Jahren an und Sie werden begreifen, weshalb und wie Sparer zu Verlierern wurden.

Die Grafik zeigt, dass es in den ersten zehn Jahren des neuen Jahrtausends drei massive Börsencrashs gab. Die Grafiken auf der nächsten Seite stellen diese Crashs dar.

Der erste Crash war der Dotcom-Crash um das Jahr 2000. Der zweite war der Immobiliencrash im Jahr 2007 und 2008 folgte dann sogleich der Bankencrash.

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Der große Crash 1929

Wenn Sie die ersten drei Börsencrashs des 21. Jahrhunderts mit dem großen Börsencrash im Jahre 1929 vergleichen, bekommen Sie einen Eindruck davon, wie »riesig« die ersten drei Crashs dieses Jahrhunderts tatsächlich waren.

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Geld drucken

Die folgende Grafik zeigt, dass die US-Regierung und die Federal Reserve Bank nach jedem Crash anfingen, Geld zu drucken.

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Die Rettung der Reichen

Zwischen 2000 und 2016 haben die Banken im Dienste der Wirtschaft fortlaufend die Zinsen gesenkt und Geld gedruckt. Während die Führungselite uns weismachen wollte, dass sie die Welt retten, haben die Reichen nur sich selbst gerettet, die Armen sowie die Mittelschicht jedoch im Stich gelassen.

Heute liegen die Zinssätze in vielen Ländern unter null. Deshalb sind Sparer Verlierer. Die größten Verlierer sind heute die Armen und die Mittelschicht. Diejenigen, die für Geld arbeiten und sparen.

Rich Dad Lektion: »Ihr Haus ist kein Vermögenswert«

1997 – vor 20 Jahren – kritisierten die ablehnenden Verlage speziell diesen Standpunkt meines reichen Vaters.

2007 – zehn Jahre später – als die Subprime-Kreditnehmer ihre Subprime-Hypotheken nicht mehr bedienen konnten, platzte weltweit die Immobilienblase und Millionen Hausbesitzer traf diese Lektion mit voller Wucht. Ihr Haus war kein »Vermögenswert«.

Das wahre Problem

Die meisten wissen nicht, dass der Immobiliencrash eigentlich gar keiner war.

Es waren nicht die Armen, die den Immobiliencrash verursachten. Es waren die Reichen. Sie erfanden finanzielle Konstrukte, die man Finanzderivate nennt. Warren Buffett bezeichnet sie als »finanzielle Massenvernichtungswaffen«. Als nun diese finanziellen Massenvernichtungswaffen explodierten, brach der Immobilienmarkt zusammen … und man lastete es den armen Subprime-Kreditnehmern an.

2007 schätzte man den Wert der Finanzderivate auf 700 Billionen Dollar.

Heute wird der Wert auf insgesamt 1,2 Billiarden Dollar geschätzt. Anders gesagt: Das tatsächliche Problem hat sich nicht verbessert, sondern verschlimmert.

Rich Dad Lektion: »Warum die Reichen weniger Steuern zahlen«

Vor 20 Jahren kritisierten einige Verleger Rich Dad Poor Dad dafür, dass das Buch offenlegte, wie und warum die Reichen weniger Steuern zahlen. Einer meinte sogar, die Lektion sei illegal.

Zehn Jahre später, 2007, trat Präsident Barack Obama gegen den ehemaligen Gouverneur Mitt Romney zur Wiederwahl an. Als bekannt wurde, dass Präsident Obama ca. 30 Prozent seines Einkommens an Steuern zahlte, Gouverneur Romney hingegen nicht einmal 13 %, raubte ihm dies so viel Wählergunst, dass ihn das die Wahl kostete. Und Steuern spielten auch bei den amerikanischen Präsidentschaftswahlen 2016 eine zentrale Rolle.

Anstatt aber herauszufinden, wie Leute wie Mitt Romney und Präsident Donald Trump es schaffen, legal weniger Steuern zu zahlen, ärgert man sich in der Mittelschicht.

Während Präsident Trump verspricht, die Steuern für die arme Bevölkerung und die Mittelschicht zu senken, verhält es sich in Wirklichkeit so, dass die Reichen grundsätzlich weniger Steuern zahlen. Der Grund für diese geringere Besteuerung liegt an Lektion Nummer 1 meines reichen Vaters: »Die Reichen arbeiten nicht für Geld«. Solange jemand für Geld arbeitet, zahlt er Steuern.

Selbst als Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton höhere Steuern für die Reichen versprach, ging es dabei lediglich darum, die Steuern für Leute mit gehobenem Einkommen zu erhöhen. Es ging um Ärzte, Schauspieler und Anwälte – nicht um die wirklich Reichen.

Vor 20 Jahren

Obwohl Rich Dad Poor Dad kein unmittelbarer kommerzieller Erfolg war wie das Beatles Album Sgt. Pepper’s, schaffte es Rich Dad Poor Dad bis zum Jahr 2000 auf die Beststeller-Liste der New York Times und blieb nahezu sieben Jahre dort. 2000 rief mich auch Oprah Winfrey an. Ich war die ganze Stunde bei Oprah! und – wie man so schön sagt – »der Rest ist Geschichte«.

Rich Dad Poor Dad wurde Nummer eins der Sachbücher in der Sparte persönliche Finanzen. Man schätzt die Zahl der verkauften Bücher aus der Rich-Dad-Serie auf nahezu 40 Millionen weltweit.

Gab es meinen reichen Vater wirklich?

Millionen Menschen fragen: »Hat es wirklich einen reichen Vater gegeben?« Um diese Frage zu beantworten, hören Sie sich vielleicht an, was sein Sohn Mike sagt … Er war zu Gast bei der Rich Dad Radio Show. Sie können diese Sendung unter Richdadradio.com anhören.

Die Rich Dad Akademie

Rich Dad Poor Dad ist so einfach wie möglich geschrieben, damit nahezu jeder die Lektionen meines reichen Vaters verstehen kann.

Für diejenigen, die mehr wissen wollen habe ich im Rahmen des 20-jährigen Jubiläums ein weiteres Buch mit dem Titel geschrieben Warum die Reichen immer reicher werden – was ist finanzielle Erziehung … wirklich?

Warum die immer Reichen reicher werden geht genauer und spezifischer darauf ein, was mein reicher Vater seinem Sohn und mir über Geld und Investments wirklich beigebracht hat.

Warum die Reichen immer reicher werden richtet sich an die fortgeschrittenen Studenten von Rich Dad Poor Dad … es ist die Akademie für Rich Dad-Schüler.

Eine Warnung … und eine Einladung

Ich habe zwar versucht, Warum die Reichen immer reicher werden so einfach wie möglich zu halten, aber was die Reichen wirklich tun, ist nicht einfach. Oder einfach zu erklären. Was sie tatsächlich tun, erfordert echte finanzielle Bildung, die nicht an unseren Schulen gelehrt wird.

Ich schlage vor, Sie lesen zuerst Rich Dad Poor Dad, und wenn Sie dann mehr wissen wollen, ist Warum die Reichen immer reicher werden das Richtige für Sie.

Danke … für 20 großartige Jahre

An alle unsere Leser in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft … wir alle von der The Rich Dad Company sagen »Danke … für 20 großartige Jahre« Es ist unsere Mission, den finanziellen Wohlstand der Menschen auf der ganzen Welt zu mehren … Und diese beginnt mit einem Leben und einer Person gleichzeitig.

Einführung

REICHER VATER, ARMER VATER

Da ich zwei Väter hatte, ermöglichte mir dies die Wahl zwischen zwei unterschiedlichen Anschauungen – der eines reichen und der eines armen Mannes.

Ich hatte zwei Väter, einen reichen und einen armen. Der eine war hoch gebildet und intelligent. Er hatte einen Doktortitel und eignete sich das Wissen eines vierjährigen Studienganges in gerade einmal zwei Jahren an. Anschließend absolvierte er sein Promotionsstudium an der Stanford University, der University of Chicago und der Northwestern University, wo er überall ein Vollstipendium erhielt. Der andere Vater brach in der achten Klasse die Schule ab.

Beide Männer waren beruflich erfolgreich und arbeiteten ihr Leben lang hart. Beide erzielten beträchtliche Einkommen. Trotzdem hatte der eine sein Leben lang mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen. Der andere sollte später einer der reichsten Männer Hawaiis werden. Nach seinem Tod hinterließ der eine seiner Familie, verschiedenen Wohltätigkeitsorganisationen und seiner Kirche viele Millionen Dollar. Der andere hinterließ offene Rechnungen.

Beide Männer waren stark, charismatisch und einflussreich. Beide Männer gaben mir Ratschläge, aber ihre Empfehlungen waren sehr verschieden. Bei beiden Männern hatte Bildung einen hohen Stellenwert, doch sie empfahlen nicht dieselben Studienfächer.

Hätte ich nur einen Vater gehabt, so hätte ich seinen Rat annehmen oder ablehnen müssen. Da ich zwei Väter hatte, ermöglichte mir dies die Wahl zwischen zwei unterschiedlichen Anschauungen – der eines reichen und der eines armen Mannes.

Statt mich einfach für die eine oder andere Anschauung zu entscheiden oder sie abzulehnen, dachte ich viel mehr darüber nach, stellte Vergleiche an und traf dann eine eigenständige Entscheidung. Das Problem war, dass der reiche Mann noch nicht reich und der arme Mann noch nicht arm war. Beide standen am Anfang ihrer Karriere, und beide schlugen sich mit finanziellen Schwierigkeiten sowie familiären Herausforderungen herum. Doch beim Thema Geld gingen ihre Meinungen sehr stark auseinander.

Einer meiner Väter sagte zum Beispiel »Die Liebe zum Geld ist die Wurzel allen Übels.« Der andere sagte »Der Mangel an Geld ist die Wurzel allen Übels.«

Als kleiner Junge war es nicht leicht für mich, mit zwei starken Vaterfiguren aufzuwachsen, die mich beide gleichermaßen beeinflussten. Ich wollte ein guter Sohn sein und auf sie hören, aber jeder meiner Väter sagte etwas anderes. Ihre Ansichten waren so grundverschieden, gerade wenn es ums Geld ging, dass meine Neugier geweckt wurde. Ich begann, länger über das nachzudenken, was meine beiden Väter sagten.

Wenn ich allein war, verbrachte ich viel Zeit mit Nachdenken. Ich fragte mich zum Beispiel »Warum sagt er das?« und stellte anschließend den Standpunkt meines anderen Vaters ebenfalls infrage. Es wäre sehr viel einfacher gewesen zu sagen »Ja, da hat er recht. Das sehe ich auch so«, oder einen Standpunkt einfach abzulehnen und zu sagen »Der Alte hat keine Ahnung, wovon er redet.« Doch da ich zwei Väter hatte, die ich beide liebte, war ich stattdessen gezwungen, abzuwägen und letzten Endes meinen eigenen Standpunkt zu finden. Auf lange Sicht gesehen, erwies es sich als sehr viel wertvoller, dass ich meine eigenen Entscheidungen traf, statt einfach eine Ansicht zu übernehmen oder abzulehnen.

Einer der Gründe, warum die Reichen immer reicher, die Armen immer ärmer werden und die Angehörigen der Mittelschicht sich mit Schulden herumschlagen, liegt darin, dass der Umgang mit Geld zu Hause und nicht in der Schule unterrichtet wird. Die meisten Menschen lernen das von ihren Eltern. Was aber können arme Eltern ihren Kindern über Geld beibringen? Sie sagen einfach: »Mach die Schule fertig und lerne fleißig.« Möglicherweise schließt das Kind die Schule zwar mit ausgezeichneten Noten ab, aber mit der finanziellen Prägung und der geistigen Einstellung eines armen Menschen. Diese hat es schon in jungen Jahren verinnerlicht.

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HEUTE VOR 20 JAHREN

DIE SCHULDENUHR

Schnellvorlauf 20 Jahre … die nationalen Schulden der USA sind mehr als erschreckend. Zum Zeitpunkt des Drucks belaufen sie sich auf nahezu 20 Billionen. Billionen! Mit einem B.

Der Umgang mit Geld wird nicht in der Schule unterrichtet. Die Schulen konzentrieren sich auf akademische und berufsorientierte Fächer, nicht auf finanzielles Wissen. Das erklärt, weshalb kluge Banker, Ärzte und Steuerberater mit hervorragenden Noten trotzdem ihr Leben lang mit finanziellen Schwierigkeiten kämpfen. Unsere enorme Staatsverschuldung geht zum großen Teil auf unsere hochgebildeten Politiker und Regierungsbeamten zurück, die ohne jede finanzielle Ausbildung oder nur mit geringen Kenntnissen in Sachen Geld finanzielle Entscheidungen treffen.

Ich denke oft über das neue Jahrtausend nach und frage mich, was wohl geschehen wird, wenn Millionen von Menschen finanzielle und medizinische Unterstützung benötigen werden. Sie werden finanziell auf ihre Familie oder den Staat angewiesen sein. Was wird geschehen, wenn der staatlichen Krankenversicherung oder der Rentenversicherung das Geld ausgeht? Wie kann eine Nation überleben, wenn es weiterhin den Eltern überlassen bleibt, ihre Kinder im Umgang mit Geld zu unterweisen – und das obwohl sie selbst meist arm sind oder es bald werden?

Da ich zwei einflussreiche Väter hatte, lernte ich von beiden. Ich war gezwungen, über die Ratschläge beider Väter nachzudenken und lernte dabei, welche Macht und welchen Einfluss das eigene Denken auf das Leben hat. Einer meiner Väter hatte zum Beispiel die Angewohnheit zu sagen »Das kann ich mir nicht leisten.« Der andere verbat uns, diese Formulierung zu verwenden. Er bestand darauf, dass wir uns fragten: »Wie kann ich mir das leisten?« Bei der ersten Formulierung handelt es sich um eine Aussage, bei der zweiten um eine Frage. Die Aussage entlässt Sie aus der Verantwortung, die Frage zwingt Sie zum Nachdenken. Mein Vater, der damals drauf und dran war, reich zu werden, erklärte das folgendermaßen: Wenn man automatisch sagt: »Das kann ich mir nicht leisten«, stelle das Gehirn die Arbeit ein. Die Frage »Wie kann ich mir das leisten?« dagegen rege zum Nachdenken an. Er meinte damit nicht, dass man sich mit dieser Strategie alles kaufen sollte, was man sich wünscht. Aber er war besessen davon, das Gehirn – den leistungsfähigsten Computer der Welt – zu trainieren.

Beide Väter arbeiteten hart. Dennoch fiel mir Folgendes auf: Wenn es um Geld ging, hatte einer von ihnen die Angewohnheit, das Gehirn abzuschalten, während der andere es trainierte. Langfristig führte das dazu, dass der eine Vater finanziell immer stärker, der andere immer schwächer wurde. Der Unterschied entspricht in etwa dem zwischen einem Menschen, der regelmäßig im Fitnessstudio trainiert, und einem Menschen, der nur auf dem Sofa sitzt und fernsieht. Regelmäßige körperliche Ertüchtigung erhöht Ihre Chance auf eine gute Gesundheit, und regelmäßiges geistiges Training erhöht Ihre Chance auf finanziellen Reichtum. Faulheit verringert beides, Gesundheit und Reichtum.

Meine beiden Väter hatten in ihrem Denken entgegengesetzte Einstellungen. Der eine dachte, die Reichen sollten mehr Steuern zahlen, um so die weniger vom Glück Begünstigten zu unterstützen. Der andere sagte: »Die Steuer bestraft diejenigen, die produzieren, und belohnt diejenigen, die nicht produzieren.«

Der eine Vater empfahl: »Studiere fleißig, damit du eine gute Firma findest, in der du arbeiten kannst.« Der andere empfahl: »Studiere fleißig, damit du eine gute Firma findest, die du kaufen kannst.«

Der eine behauptete: »Ihr Kinder seid der Grund für meine Armut.« Der andere sagte: »Ihr Kinder seid für mich der Ansporn, reich zu werden.«

Er ermunterte auch das Gespräch über Geld und Geschäfte beim Abendessen. Der Ärmere hingegen verbot das Reden über das Thema Geld und meinte: »Wenn es um Geld geht, bleibe auf Nummer sicher, gehe keine Risiken ein.« Der Reiche hingegen sagte: »Lerne, mit Risiken umzugehen.«

Der Ärmere glaubte: »Unser Haus ist unsere größte Investition und unser größtes Vermögen.« Der andere glaubte: »Mein Haus gehört zu meinen Verbindlichkeiten, und wenn dein Haus deine größte Investition ist, steckst du in Schwierigkeiten.«

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HEUTE VOR 20 JAHREN

IHR HAUS IST KEIN VERMÖGENSWERT

Der Crash des Immobilienmarktes 2008 enthielt die klare Botschaft, dass die Immobilie, die Sie bewohnen, kein Vermögenswert ist. Weder bringt sie Geld, noch können wir uns auf eine Wertsteigerung verlassen. 2017 sind viele Häuser noch immer weniger wert als 2007.

Beide Väter zahlten ihre Rechnungen fristgerecht, doch der eine bezahlte seine Rechnungen sofort, während der andere seine zum letztmöglichen Termin bezahlte.

Der eine Vater glaubte, dass die Firma oder der Staat sich um einen Menschen und seine Bedürfnisse kümmern müsse. Er machte sich ständig Sorgen um Gehaltserhöhungen, Pensionspläne, Krankenversicherungen, Krankengeld, bezahlten Urlaub und andere freiwillige Arbeitgeberleistungen. Er war von zweien seiner Onkel beeindruckt, die zum Militär gegangen waren und nach 20 aktiven Dienstjahren eine Rente und ein Aktienpaket fürs Leben erhalten hatten. Ihm gefiel die Vorstellung, dass sie eine Krankenversorgung hatten und die besonderen Einkaufsprivilegien genossen, die das Militär auch den Pensionierten einräumte. Er liebte auch das System der Anstellungen an der Universität. Lebenslängliche Arbeitsplatzsicherheit und Arbeitsvergünstigungen schienen ihm manchmal wichtiger zu sein als die Arbeit selbst. Er sagte oft: »Ich habe hart für den Staat gearbeitet und ich habe ein Recht auf diese Privilegien!«

Der andere glaubte an die völlige finanzielle Selbstständigkeit. Er sprach sich gegen das »Anspruchsdenken« aus und meinte, es mache die Menschen schwach und finanziell bedürftig. Er bestand auf finanzieller Kompetenz.

Der eine Vater bemühte sich, ein paar Dollar zu sparen, der andere investierte einfach.

Der eine brachte mir bei, einen eindrucksvollen Lebenslauf zu schreiben, um eine gute Stelle zu finden, der andere zeigte mir, wie man überzeugende Geschäfts- und Finanzierungspläne schreibt, um Arbeitsplätze zu schaffen.

Dass ich das Produkt von zwei starken Vätern bin, hat mir den Luxus ermöglicht, die Auswirkungen, die verschiedene Denkweisen auf das Leben eines Menschen haben, beobachten zu können. Ich stellte fest, dass Menschen tatsächlich ihr Leben durch ihre Gedanken gestalten.

Mein armer Vater sagte zum Beispiel immer wieder: »Ich werde nie reich sein.« Und seine Prophezeiung bewahrheitete sich.

Mein reicher Vater dagegen bezeichnete sich selbst stets als reich. Er sagte Dinge wie »Ich bin ein reicher Mann und reiche Leute tun so etwas nicht.« Auch als er nach einem großen finanziellen Rückschlag total pleite war, bezeichnete er sich weiterhin als einen reichen Mann. Er begründete das mit folgenden Worten: »Es ist ein Unterschied, ob man arm ist oder pleite. Pleite sein ist kurzfristig, arm ist ewig.«

Es ist ein Unterschied, ob man arm ist oder pleite. Pleite ist man vorübergehend, arm bleibt man bis in alle Ewigkeit.

Mein armer Vater sagte auch: »Ich interessiere mich nicht für Geld« oder »Geld ist nicht wichtig«. Mein reicher Vater sagte immer »Geld ist Macht.«

Obwohl die Macht unserer Gedanken nie geschätzt oder gemessen werden kann, wurde es mir als kleiner Junge klar, dass ich darauf achten musste, was ich dachte und wie ich mich ausdrückte. Ich stellte fest, dass mein armer Vater nicht aufgrund seines Verdienstes arm war – denn der war durchaus bemerkenswert –, sondern wegen seiner Einstellung und seiner Handlungen. Als kleiner Junge mit zwei Vätern wurde mir klar, dass ich mir ganz genau überlegen musste, welche Gedanken ich mir zu eigen machen wollte. Auf wen sollte ich hören – auf meinen reichen oder auf meinen armen Vater?

Obwohl beide sehr viel Wert auf Bildung und Wissen legten, stimmten sie nicht darin überein, was wichtig sei zu lernen. Der eine wollte, dass ich fleißig lernte, ein Studium abschloss und als Fachmann eine gute Stelle bekäme, um für Geld zu arbeiten. Der andere ermutigte mich zu studieren, um reich zu werden, um zu verstehen, wie Geld arbeitet und um zu lernen, wie ich es dazu bringen kann, für mich zu arbeiten. »Ich arbeite nicht für Geld« waren seine Worte, die er regelmäßig wiederholte, »das Geld arbeitet für mich!«

Eine Lektion von Robert Frost

Robert Frost ist mein Lieblingsdichter. Ich mag viele seiner Gedichte, mein Lieblingsgedicht aber ist »Der unbegangene Weg«. Ich wende die darin enthaltene Lehre fast täglich an:

Der unbegangene Weg

In einem gelben Wald, da lief die Straße auseinander, und ich, betrübt, dass ich, ein Wandrer bleibend, nicht die beiden Wege gehen konnte, stand und sah dem einen nach, so weit es ging: bis dorthin, wo er sich im Unterholz verlor.

Und schlug den andern ein, nicht minder schön als jener, und schritt damit auf dem vielleicht, der höher galt, denn er war grasig und wollt begangen sein, obgleich, was dies betraf, die dort zu gehen pflegten, sie beide, den und jenen, gleich begangen hatten.

Und beide lagen sie an jenem Morgen gleicherweise voll Laubes, das kein Schritt noch schwarzgetreten hatte. Oh, für ein andermal hob ich mir jenen ersten auf! Doch wissend, wie’s mit Wegen ist, wie Weg zu Wegführt, erschien mir zweifelhaft, dass ich je wiederkommen würde.

Dies alles sage ich, mit einem Ach darin, dereinst und irgendwo nach Jahr und Jahr und Jahr: Im Wald, da war ein Weg, der Weg lief auseinander, und ich – ich schlug den einen ein, der weniger begangen, und dieses war der ganze Unterschied.

(übersetzt von Paul Celan)

Im Laufe der Jahre habe ich oft über Robert Frosts Gedicht nachgedacht. Dem Rat und der Einstellung meines hoch gebildeten Vaters über Geld nicht zu folgen, war eine schmerzhafte Entscheidung, die den Rest meines Lebens prägte.

Mit diesem Entschluss begann meine Ausbildung über Geld. Mein reicher Vater unterrichtete mich 30 Jahre lang, bis ich 39 war. Er hörte damit auf, als er erkannte, dass ich Bescheid wusste und völlig verstanden hatte, was er in meinen – oft dicken – Schädel hineinzuklopfen versucht hatte.

Geld ist eine Form von Macht. Noch mächtiger ist finanzielle Bildung. Das Geld kommt und geht, doch wenn sie gelernt haben, wie Geld arbeitet, gewinnen Sie Macht darüber und können anfangen, Reichtum zu schaffen. Warum funktioniert positives Denken allein nicht? Die meisten Menschen sind zwar zur Schule gegangen, haben aber nie gelernt, wie die Finanzwelt funktioniert, und so verbringen sie ihr Leben damit, für Geld zu arbeiten.

Da ich erst neun Jahre alt war, als der Unterricht begann, hielt mein reicher Vater die Lektionen einfach. Im Grunde waren es nur sechs Hauptlektionen, die sich in den 30 Jahren immer wiederholten. Um diese sechs Lektionen geht es auch in diesem Buch. Sie werden ebenso leicht verständlich dargelegt, wie mein reicher Vater sie mir erklärt hat. Die Lektionen sind nicht als Antworten gedacht, sondern als Orientierungshilfen, die Ihnen und Ihren Kindern helfen, reicher zu werden – egal, was in einer Welt wachsender Veränderung und Unsicherheit geschieht.

1. Kapitel

LEKTION EINS: DIE REICHEN ARBEITEN NICHT FÜR GELD

Die Armen und die Angehörigen der Mittelschicht arbeiten für Geld. Die Reichen lassen Geld für sich arbeiten.

»Papa, kannst du mir sagen, wie ich reich werde?«

Mein Vater legte die Abendzeitung beiseite. »Weshalb möchtest du reich werden, mein Sohn?«

»Weil Jimmys Mama ihn heute mit ihrem neuen Cadillac abgeholt hat und sie übers Wochenende in ihr Strandhaus gefahren sind. Jimmy hat drei Freunde mitgenommen, aber Mike und ich waren nicht eingeladen. Sie sagten uns, dass wir nicht eingeladen wären, weil wir arm sind.«

»Das haben sie gesagt?«, fragte mein Vater ungläubig.

»Ja, haben sie«, erwiderte ich gekränkt.

Mein Vater schüttelte stumm den Kopf, rückte seine Brille zurecht und wandte sich wieder seiner Zeitung zu. Ich stand da und wartete auf eine Antwort.

Das war im Jahr 1956. Ich war neun Jahre alt. Da wir auf der einen Straßenseite wohnten, gehörten wir zu dem Einzugsgebiet derselben öffentlichen Schule, in die die reichen Leute ihre Kinder schickten. Unsere Stadt lebte hauptsächlich von Zuckerplantagen. Die Plantagenverwalter und andere wohlhabende Bürger wie Ärzte, Unternehmer und Bankiers schickten ihre Kinder von der ersten bis zur sechsten Klasse in diese Schule. Danach kamen ihre Kinder in der Regel auf private Schulen. Hätte ich auf der anderen Straßenseite gewohnt, hätte ich eine andere Schule besucht, mit Kindern aus Familien, die meiner mehr ähnelten. Nach der sechsten Klasse würden diese Kinder und ich weiterhin staatliche Schulen besuchen. Die teuren Privatschulen kamen für sie oder für mich nicht infrage.

Schließlich legte mein Vater die Zeitung beiseite. Ich merkte, dass er nachdachte.

»Nun, mein Sohn«, fing er langsam an, »wenn du reich werden willst, musst du lernen, Geld zu machen.«

»Und wie mache ich Geld?«, fragte ich.

»Nun, mein Sohn, benutze deinen Verstand«, sagte er und lächelte. Was in Wirklichkeit heißen sollte:

»Das ist alles, was ich dir sagen kann«, oder »Ich weiß es nicht, also bring mich nicht in Verlegenheit.«

Der Beginn einer Partnerschaft

Am nächsten Morgen erzählte ich meinem besten Freund Mike, was mein Vater gesagt hatte. Soweit ich wusste, waren Mike und ich die einzigen ärmeren Kinder an dieser Schule. Mike wohnte, wie ich, durch eine Laune des Schicksals, im Sprengel dieser Schule. Unsere Eltern waren nicht wirklich arm, aber wir fühlten uns so, weil die anderen Jungs neue Baseballhandschuhe, neue Fahrräder und alles andere immer neu hatten.

Unsere Eltern versorgten uns mit dem Notwendigen, wie Essen, Wohnung und Kleidung, aber das war alles. Mein Vater pflegte zu sagen: »Wenn du etwas willst, musst du dafür arbeiten.« Wir hatten viele Wünsche, aber für neunjährige Jungen gab es nicht viel Arbeit.

»Was können wir tun, um Geld zu verdienen?«, fragte Mike.

»Ich weiß nicht«, sagte ich. »Aber willst du mein Partner werden?«

Und so wurde Mike an jenem Samstagmorgen mein erster Geschäftspartner. Den ganzen Morgen überlegten wir, wie wir Geld verdienen konnten. Von Zeit zu Zeit unterhielten wir uns über die »coolen Jungs«, die gerade in Jimmys Strandhaus ihren Spaß hatten. Das tat ein wenig weh, aber der Schmerz war gut, weil er uns dazu inspirierte, weiter nach Möglichkeiten zu suchen, wie wir zu Geld kommen konnten. Dann, am Nachmittag, kam uns ein guter Gedanke. Eine Idee, die inspiriert war durch ein wissenschaftliches Buch, das Mike gelesen hatte. Aufgeregt schüttelten wir uns die Hände und die Partnerschaft hatte jetzt ein konkretes Ziel.

In den nächsten Wochen klapperten Mike und ich die Nachbarschaft ab, klopften an Türen und baten unsere Nachbarn, ihre leeren Zahnpastatuben für uns aufzuheben. Mit erstaunten Blicken sagten die meisten Erwachsenen lächelnd zu. Ein paar von ihnen wollten wissen, was wir damit vorhatten, aber wir erwiderten nur »Das können wir Ihnen nicht sagen, es ist ein Geschäftsgeheimnis.«

Mit der Zeit wurde meine Mutter immer verzweifelter. Wir hatten einen Platz neben ihrer Waschmaschine als Sammelplatz für unser Rohmaterial gewählt. In einem braunen Karton begann unser kleiner Stapel verbrauchter Zahnpastatuben zu wachsen.

Schließlich verlor meine Mutter die Geduld. Der Anblick der dreckigen, zerdrückten und benutzten Zahnpastatuben ihrer Nachbarn reichte ihr. »Was tut ihr da, Jungs?«, fragte sie. »Und erzählt mir nicht wieder, dass das ein Geschäftsgeheimnis sei. Tut etwas mit diesem Dreck oder ich werfe ihn weg!«

Mike und ich baten und bettelten, indem wir erklärten, dass wir bald genug haben und dann mit der Produktion anfangen würden. Wir sagten ihr, dass wir auf ein paar Nachbarn warteten, die ihre Zahnpasta noch aufbrauchen wollten, sodass wir ihre Tuben haben konnten. Mutter gewährte uns eine Woche Aufschub.

Der Produktionsbeginn musste also vorgezogen werden. Wir standen unter Druck. Meine erste Geschäftspartnerschaft war von der Räumung unseres Lagers seitens meiner eigenen Mutter bedroht! Mike übernahm die Aufgabe, die Nachbarn zu bitten, ihre Zahnpasta schneller aufzubrauchen, indem er behauptete, dass der Zahnarzt ihnen empfahl, die Zähne öfter zu putzen. Ich stellte die Fertigungsstraße zusammen. Die Produktion begann planmäßig.

Eines Tages kam mein Vater mit einem Freund angefahren und sah in seiner Einfahrt zwei Neunjährige mit einem auf Höchsttouren laufenden Fließband. Alles war von einer feinen weißen Staubschicht bedeckt. Auf einem langen Tisch standen kleine Milchkartons von der Schule und unser Grill glühte mit roten, heißen Kohlen bei höchster Hitze.

Mein Vater näherte sich langsam, nachdem er das Auto am Ende der Einfahrt geparkt hatte, da unsere Fertigungsstraße den Stellplatz blockierte. Er und sein Freund sahen auf den Kohlen einen Stahltopf mit den schmelzenden Bleituben. Damals gab es noch keine Plastiktuben. Sobald die Farbe heruntergebrannt war, kamen die Tuben in den kleinen Topf und wurden eingeschmolzen. Dann packten wir den Topf mit Mutters Topflappen und gossen das Blei durch ein kleines Loch in Milchkartons.

Die Milchkartons waren auf bestimmte Weise mit Gips gefüllt und dienten uns so als Gießformen. Der weiße Staub überall war Gips. Bevor wir ihn mit Wasser gemischt hatten, hatte ich in meiner Eile die Tüte umgestoßen und die ganze Umgebung sah aus, als sei ein Schneesturm darüber hinweggefegt. Mein Vater und sein Freund schauten zu, als wir das flüssige Blei vorsichtig durch eine kleine Öffnung im oberen Teil der Gipswürfel gossen.

»Seid vorsichtig«, sagte mein Vater. Ich nickte, ohne aufzublicken.

Endlich stellte ich den Stahltopf ab und lächelte meinen Vater an.

»Was macht ihr Jungs denn da?«, fragte er mit einem zaghaften Lächeln.

»Wir machen, was du mir gesagt hast. Wir sind dabei reich zu werden«, sagte ich.

»Ja, genau«, sagte Mike grinsend und nickte mit dem Kopf. »Wir sind Partner.«

»Und was ist in diesen Plastikformen?«, fragte mein Vater.

»Pass auf«, sagte ich, »ich werde jetzt die Form lösen.«

Mit einem kleinen Hammer brach ich den Verschluss auf, der die beiden Würfelhälften zusammenhielt. Vorsichtig hob ich die obere Hälfte der Gipsform ab und ein bleiernes Fünfcentstück fiel heraus.

»Oh mein Gott!«, sagte mein Vater. »Ihr gießt Fünf-Cent-Münzen aus Blei.«

»Genau«, sagte Mike, »wir tun, was Sie uns empfohlen haben. Wir machen Geld.«

Der Freund meines Vaters drehte sich um und begann lauthals zu lachen. Mein Vater lächelte und schüttelte den Kopf. Vor ihm befanden sich ein Feuer, eine Kiste mit leeren Zahnpastatuben und zwei kleine Jungs, die von Kopf bis Fuß mit weißem Staub bedeckt waren und von einem Ohr zum anderen grinsten.

Er bat uns, alles hinzulegen und uns mit ihm auf die Vordertreppe des Hauses zu setzen.

Mit einem Lächeln erklärte er uns, was das Wort »fälschen« bedeutete.

Unsere Träume schwanden. »Sie meinen, dass das verboten ist?«, fragte Mike mit zitternder Stimme.

»Lass sie doch weitermachen«, sagte der Freund meines Vaters. »Vielleicht entwickeln sie ja ein natürliches Talent dafür.«

Mein Vater starrte ihn an.

»Ja, das ist verboten«, sagte mein Vater mild. »Aber ihr Jungs habt sehr viel Kreativität und Originalität bewiesen. Macht weiter so. Ich bin wirklich sehr stolz auf euch!«

Enttäuscht blieben Mike und ich noch etwa zwanzig Minuten schweigend sitzen, bevor wir anfingen, das Durcheinander zu beseitigen. Das Geschäft endete am selben Tag, an dem es begonnen hatte. Als ich den Staub wegwischte, schaute ich Mike an und sagte: »Ich glaube, dass Jimmy und seine Freunde recht haben. Wir sind arm.«

Mein Vater ging gerade vorbei, als ich das sagte.

»Jungs«, sagte er, »ihr seid nur dann arm, wenn ihr aufgebt. Entscheidend ist, dass ihr etwas unternommen habt. Die meisten Menschen reden oder träumen nur davon, reich zu werden. Ihr habt etwas unternommen. Ich bin sehr stolz auf euch und ich sage es noch einmal: Macht weiter so. Gebt nicht auf.«

Mike und ich standen schweigend da. Das waren freundliche Worte, aber wir wussten immer noch nicht, was wir tun sollten.

»Wieso bist du nicht reich, Papa?«, fragte ich.

»Weil ich mich dafür entschieden habe, Lehrer zu werden. Lehrer machen sich eigentlich keine Gedanken darüber, reich zu werden. Wir wollen nur unterrichten. Ich wünschte, ich könnte euch helfen, aber ich weiß wirklich nicht, wie man zu Geld kommt.«

Mike und ich wandten uns wieder unseren Aufräumungsarbeiten zu.

»Da fällt mir etwas ein«, sagte mein Vater. »Wenn ihr lernen wollt, wie man reich wird, bin ich der falsche Ansprechpartner. Da müsst ihr deinen Vater fragen, Mike.«

»Meinen Vater?«, fragte Mike mit zerknirschtem Gesicht.

»Ja, deinen Vater«, wiederholte mein Vater lächelnd. »Dein Vater und ich haben denselben Bankberater, und der schwärmt geradezu von ihm. Er hat mir mehrmals erzählt, dass dein Vater genial ist, wenn es darum geht, zu Geld zu kommen.«

»Mein Vater?«, wiederholte Mike ungläubig. »Wieso haben wir dann kein schönes Auto und kein schönes Haus, wie die reichen Kinder in der Schule?«

»Ein schönes Auto und ein schönes Haus zu haben, bedeutet nicht unbedingt, dass man reich ist oder weiß, wie man zu Geld kommt«, erwiderte mein Vater. »Jimmys Vater arbeitet für die Zuckerplantage. Er unterscheidet sich gar nicht so sehr von mir. Er arbeitet für eine Firma und ich arbeite für den Staat. Die Firma kauft ihm den Wagen. Aber die Zuckerfirma steckt in finanziellen Schwierigkeiten, und Jimmys Vater könnte schon bald vor dem Nichts stehen. Dein Vater ist anders, Mike. So wie es aussieht, baut er sich gerade ein Imperium auf, und ich vermute, dass er in wenigen Jahren ein sehr reicher Mann sein wird.«

Damit kam die Begeisterung bei Mike und mir wieder. Mit neuer Kraft fingen wir an, den von unserem ersten Unternehmen verursachten Dreck wegzuputzen. Beim Aufräumen schmiedeten wir Pläne, wann und wie wir mit Mikes Vater reden wollten. Das Problem war, dass Mikes Vater lange arbeitete und oft erst spät nach Hause kam. Ihm gehörten Lagerhallen, eine Baufirma, eine Ladenkette und drei Restaurants. Es waren die Restaurants, die ihn so lange aufhielten.

Als wir mit dem Aufräumen fertig waren, fuhr Mike mit dem Bus heim. Er wollte mit seinem Vater reden, sobald dieser abends nach Hause käme, und ihn bitten, uns beizubringen, wie man reich wird. Mike versprach, sofort anzurufen, egal wie spät es würde.

Um halb neun klingelte das Telefon.

»Okay«, sagte ich, »nächsten Samstag«, und legte den Hörer auf. Mikes Vater war mit einem Treffen mit Mike und mir einverstanden.

Am Samstagmorgen um halb acht nahm ich den Bus zum armen Stadtviertel.

Der Unterricht beginnt

An jenem Morgen hatten Mike und ich um acht Uhr einen Termin bei seinem Vater. Er war bereits an der Arbeit und hatte schon mehr als eine Stunde hinter sich. Sein Bauleiter fuhr gerade in seinem Kleintransporter davon, als ich auf das einfache, kleine und ordentliche Haus zuging. Mike begrüßte mich an der Tür.

»Mein Vater hat gesagt, dass wir hinten auf der Veranda auf ihn warten sollen«, sagte Mike und bat mich herein.

Der alte Holzboden knarrte, als wir über die Schwelle dieses älteren Hauses liefen. Unmittelbar hinter der Tür lag ein billiger Fußabtreter auf dem Boden. Er sollte die jahrelange Abnutzung durch unzählige Füße verbergen, die bereits über diese Diele gelaufen waren.

Ich fühlte mich sehr beengt, als ich in das kleine Wohnzimmer gelangte, das mit alten, muffigen Polstermöbeln vollgestellt war, die heute Sammlerstücke wären. Auf dem Sofa saßen zwei Frauen, ein wenig älter als meine Mutter. Ihnen gegenüber saß ein Mann in Arbeitskleidung. Er trug eine khakifarbene Hose und ein khakifarbenes Hemd, das ordentlich gebügelt, aber nicht gestärkt war, und polierte Arbeitsstiefel. Ich schätzte ihn auf etwa fünfundvierzig, also ungefähr zehn Jahre älter als meinen Vater. Alle drei lächelten, als Mike und ich an ihnen vorbei auf die Gartenveranda gingen. Schüchtern lächelte ich zurück.

»Wer sind diese Leute?«, fragte ich.

»Ach, die arbeiten für meinen Vater. Der ältere Mann führt seine Lager, und die Frauen managen die Restaurants. Und vorhin hast du den Bauleiter gesehen, der ungefähr fünfzig Meilen von hier an einem Straßenprojekt arbeitet. Sein anderer Bauleiter, der für ihn ein paar Reihenhäuser baut, war schon fort, als du gekommen bist.«

»Geht das die ganze Zeit so?«, fragte ich.

»Nicht immer, aber ziemlich oft«, sagte Mike, als er sich einen Stuhl heranzog und sich neben mich setzte.

»Ich habe meinen Vater gefragt, ob er uns beibringen will, zu Geld zu kommen.«

»Oh, und was hat er dazu gesagt?«, fragte ich mit unverhohlener Neugierde.

»Naja, erst hat er mich merkwürdig angeschaut und dann hat er gesagt, dass er uns ein Angebot machen wird.«

»Aha«, sagte ich und schaukelte mit meinem Stuhl gegen die Wand zurück. Die Vorderbeine des Stuhls hingen in der Luft.

Mike tat dasselbe.

»Weißt du, um welches Angebot es geht?«, fragte ich.

»Nein, aber das werden wir bald herausfinden.«

Plötzlich stürzte Mikes Vater durch die wacklige Außentür auf die Veranda. Mike und ich sprangen auf die Füße, nicht aus Respekt, sondern weil er uns erschreckt hatte.

»Seid ihr bereit?«, fragte Mikes Vater, als er einen Stuhl heranzog, um sich zu uns zu setzen. Wir nickten.

Er war ein großer Mann, bestimmt so um die ein Meter achtzig groß und hundert Kilo schwer. Mein Vater war größer, wog ungefähr genauso viel und war fünf Jahre älter. Sie hatten einiges gemeinsam, wenn auch nicht dieselben ethnischen Züge. Vielleicht war ihre Energie ähnlich.

»Mike sagt, ihr wollt lernen, wie man zu Geld kommt. Stimmt das, Robert?«