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Inhaltsverzeichnis
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Buch
Der Ratgeber hilft, eine entscheidende Hürde im Bewerbungsmarathon sicher zu nehmen: den Einstellungstest. Sabine Hertwig erklärt, welche Beurteilungsvorteile der Arbeitgeber sich vom Einstellungstest verspricht, wie er aufgebaut ist, welche Fähigkeiten erforderlich sind. Das nimmt dem Test den Schrecken und hilft, einen kühlen Kopf zu bewahren. Es werden Lerntechniken gezeigt für Rechnen, Schreiben, Intelligenztests, Allgemeinbildung, logisches Denken, räumliche Wahrnehmung und Konzentrationstests. Mit aktuellen Übungsreihen aus Originaltests inklusive Bewertung und Hilfen zur Selbsteinschätzung kann sich jeder optimal auf den Test vorbereiten.

Autorin
Sabine Hertwig leitet das Berliner Büro beruf + konzept, das aus dem ehemaligen Büro für Berufsstrategie Hesse/Schrader hervorgegangen ist. Das Team besteht aus Geisteswissenschaftlern, Psychologen, Betriebswirten sowie Pädagogen und verfügt über langjährige Erfahrung in den Bereichen Bewerbungstraining, Berufsberatung und -training.
 
Johannes Minnich ist freier Sachbuch- und Testautor. Er lehrt als freier Dozent u. a. Orthografie und Allgemeinwissen in Berlin.
 
Anschrift der Autoren
 
[beruf + konzept]
Belzigerstraße 27
10823 Berlin

Fon: 030/85077656
Fax: 030/85077657
E-Mail: info@beruf-konzept.de

Einleitung
Nach Beendigung der Schul- und Ausbildungszeit herrscht allgemeine Erleichterung darüber, dass die Zeit der Schulaufgaben, Klausuren, Tests und Prüfungen endgültig vorbei ist. Doch weit gefehlt: Schon die ersten Schritte in Richtung Arbeitswelt, die obligatorischen Stellengesuche und das richtige Konzipieren von Bewerbungsmappen können die Illusion von einer testfreien Zukunft schnell zunichte machen. Vor allem dort, wo aus einer wahren Flut von Bewerbern nur wenige herausgesiebt werden sollen, greifen Personalchefs neben der Sichtung der Bewerbungsunterlagen und dem persönlichen Vorstellungsgespräch häufig zu einem weiteren Mittel der Selektion: dem Einstellungstest.
Intelligenz- und Persönlichkeitstests sowie Assessment Center sind bei Banken, Versicherungen und dem öffentlichen Dienst an der Tagesordnung. Gleiches gilt mittlerweile für viele große Unternehmen, deren Ausbildungsplätze beim Nachwuchs begehrt sind. Im Polizeiwesen und beim Bundesgrenzschutz werden zudem noch Sporttests durchgeführt, mit denen die physische Eignung zum Beruf getestet werden soll.
All diese Tests sind für die Testpersonen undurchsichtig und schaffen ein Klima der Verunsicherung. Kein Vergleich zu Schule, Ausbildung oder Studium: Denn unabhängig davon, wie diese Zeiten persönlich erlebt wurden, war hier wenigstens klar, worum es im Einzelnen ging.
Jetzt hingegen könnte einen bei Begriffen wie Intelligenz- und Persönlichkeitstests oder Assessment Center schon mal leichte Panik befallen, wenn sich die Frage der entsprechenden Vorbereitung stellt. Tröstlicherweise können jedoch auch diese Arten der Personalauswahlverfahren mit ein bisschen Vorbereitung und Hilfe in weiten Teilen eingeschätzt, vorhergesehen und trainiert werden. Denn längst hat sich die Arbeitswelt auf einen bestimmten Kanon von Tests und Übungen geeinigt, nach denen die Intelligenz und Persönlichkeit eines Menschen gemessen werden sollen. All dies mündet am Ende in der Frage: Passt der Bewerber zu uns, und »funktioniert« er gemäß unseren Vorgaben?
Diese Arten von Tests und Übungen sollen hier nicht als effektiv oder aussagekräftig gerechtfertigt werden. Wir wollen lediglich eine Übersicht geben, mit welcher Art von Fragen und mit welchen Situationen in einem Personalauswahlverfahren gerechnet werden muss, sowie ein klares und brauchbares Konzept zur bestmöglichen Vorbereitung darauf anbieten.

Sind Intelligenz und Persönlichkeit messbar?
Wenn es um Intelligenz und Persönlichkeit geht, fühlt sich der Mensch bei seinem Innersten gepackt, bei dem, was ihn ausmacht, worauf sein Selbst und sein Selbstvertrauen gründen. Es geht nicht mehr nur um eingepauktes Wissen, das Anwenden von Regeln und das Ausspucken von Gelerntem, hier – so das Gefühl vieler Bewerber – soll vom Arbeitgeber tatsächlich ein Urteil über den gesamten Menschen gesprochen werden. Und das in einigen Stunden, in Stresssituationen und meist nur auf einigen Bögen Papier.
 
Kein Wunder, dass das Selbstwertgefühl revoltiert.
 
Denn es handelt sich hier um abstrakte Begriffe, die für jeden Menschen eine andere Bedeutung, eine andere Note haben und in einem anderen Zusammenhang stehen.
Die Kritik, die man an Eignungstests üben kann, geht jedoch noch über diese Aspekte der Terminologie hinaus:
Oft befinden sich Bewerber während eines Eignungstests in Situationen, in denen sie vor lauter Nervosität weit hinter ihrem gewöhnlichen Leistungspensum zurückbleiben. Da spielt Stress eine Rolle, Prüfungs- und Versagensangst und auch der enorme Zeitdruck.
Auch auf die Prüfer kommt es an, auf deren Verhalten und ihre persönliche Auffassung von Eignung und Intelligenz. Wer als Bewerber von Anfang an mit deutlicher Abneigung, Unfreundlichkeit oder Skepsis zu kämpfen hat, wird im Test nicht nur schlechter abschneiden, seine Leistung wird auch gnadenloser beurteilt werden als die eines Mitstreiters, der es – aus welchen Gründen auch immer – sofort schafft, »everybody’s darling« zu sein.
Was lässt Personal- und Firmenchefs dann an dieser Art von Tests festhalten? Es ist im Grunde der Wunsch nach Unmöglichem: Man will Persönlichkeit und Fähigkeiten des Bewerbers durchleuchten und bloßlegen. Und das nicht nur für den Augenblick. Man will Entwicklungen voraussehen, die noch in weiter Ferne liegen, und einen Blick in die Zukunft des Bewerbers als Mitarbeiter des Unternehmens werfen.
Was also können Intelligenz- und Eignungstests aussagen? Was messen sie? Eignung? Intelligenz? Den Glauben daran? Eine schöne Definition der Intelligenz lautet: Intelligenz ist das, was Intelligenztests messen.
Wenn man an ein Unternehmen geraten ist, das seine Personalentscheidungen auf derartigen Tests aufbaut, sollte man sich gut vorbereiten, anstatt durch Lamentieren wertvolle Energien zu verschwenden. Es ist sicher angebracht, die Einstellung William Faulkners (1897-1962), eines amerikanischen Schriftstellers, mitzubringen: »Intelligenz ist die Fähigkeit, seine Umgebung zu akzeptieren.«

Bestandsaufnahme
Kein Training ohne Muskellockerungen und mentales Training im Vorfeld. Und niemals starten, ohne zu wissen, wie viel man sich eigentlich zutrauen darf und woran man besonders arbeiten muss. Und wie im Sport gilt: Niemals mitspielen, ohne die Spielregeln zu kennen.
Dieses Kapitel bietet deshalb:
• Ein paar Muskellockerungs-Fragen zur Vorbereitung
• eine Teststrecke zur Selbsteinschätzung
• ein Regelwerk
• In welchen Bereichen liegen Ihre Fähigkeiten und Talente? Sind Sie eher der mathematisch-logisch denkende Typ? Ein sprachgewandtes Plappermaul? Nervöser Zahlenmensch? Offen oder introvertiert? Zuverlässig und pünktlich?
• Wie wollen und sollen Sie sich in einem Eignungstest zeigen? Welche Fähigkeiten und Eigenschaften spielen überhaupt eine Rolle?
• Woran müssen Sie besonders arbeiten, in welcher Sparte härter als anderswo trainieren, um sich in Topform zu bringen?
Der folgende Testbereich-Kanon beantwortet die Frage, welche Erwartungen Eignungstests an Bewerber stellen. Stellensuchende müssen sich dann genau überlegen, was sie in den jeweiligen Bereichen an Fähigkeiten und Qualifikationen zu bieten haben, wie sie sich selbst einschätzen und wie sie von anderen eingeschätzt werden. Es ist hilfreich, sich bei dieser Bewertung Unterstützung von Freunden und Bekannten zu holen, die den eigenen Blick ein bisschen objektivieren helfen.
So kann man dann sein individuelles Trainingsprogramm gestalten.
Folgende Bereiche können Eignungstests klassischerweise umfassen:
• Allgemeinwissen
• Rechtschreibung und Fremdwörter
• Leistungs-Konzentrationstests
• Logisches Denkvermögen
• Verbale Intelligenz
• Mathematische Intelligenz
• Emotionale Intelligenz

Probetests

Es folgt eine kleine Teststrecke zur Erklärung dieser Begriffe. Die Bearbeitung ermöglicht eine erste Einschätzung von Stärken und Schwächen. Es werden an dieser Stelle noch keine Lösungen angeboten, viele der Übungen erscheinen jedoch auch im späteren Testteil, dann natürlich mit Lösung.

Allgemeinwissen

Hier geht es für Sie darum, eine möglichst breite Bildung in den Bereichen Staatskunde, Wirtschaft, Geschichte, Philosophie, Naturwissenschaften, Mathematik, Erde und Weltall, Kunst, Kultur und berühmte Persönlichkeiten zur Schau zu stellen. Dass diese Art Tests lediglich Kenntnistests sind, hindert Prüfer nicht, sie konsequent auch in Intelligenztests einzubauen. Geantwortet wird dabei nach dem Multiple-Choice-Verfahren:
1. Welchem Adelsgeschlecht gehörte Friedrich I. Barbarossa an?
a. Den Staufern
b. Den Welfen
c. Den Hohenzollern
d. Den Habsburgern
2. Was war das »Morgenländische Schisma«?
a. Die Bezeichnung für die Kreuzzüge
b. Die Trennung zwischen römischer und byzantinischer Kirche 1054
c. Die Abspaltung der anglikanischen von der katholischen Kirche
d. Der Friedensschluss nach den Reformationskriegen
3. Was ist ein »Faraday-Käfig«?
a. Die metallene Umhüllung eines begrenzten Raumes zur Abschirmung gegen äußere elektrische Felder
b. Die »Hülle« eines Atoms
c. Die Frequenzbereiche, in denen Licht sichtbar ist
d. Ein völlig abgeschlossenes chemisches Versuchsfeld
4. Wie hieß der Konstrukteur des ersten Düsenflugzeugs?
a. Willy Messerschmitt
b. Wernher von Braun
c. Ernst Heinkel
d. Pit Marquart
5. Durch welche Meerenge wird Istanbul in einen europäischen und einen asiatischen Teil getrennt?
a. Durch den Bosporus
b. Durch die Straße von Otranto
c. Durch die Dardanellen
d. Durch den Suezgolf

Rechtschreibung und Fremdwörter

Für die Bearbeitung aller folgenden Aufgaben gilt die neue Rechtschreibung, eine Infobox zu den wichtigsten Änderungen finden Sie im Kapitel: »Rechtschreibung und Fremdwörter«.
 
Korrigieren Sie:
Es ist gewiss aufsehenerregend, daß das Fussballänderspiel morgen abend zum erstenmal in Nepal übertragen wird.
 
Finden Sie die Druckfehler: pennibel, Rhythmus, Wiederstandt, Bibliothek, Vorwandt, Hyphotek, psychadelisch, Kathastrophe, symphatisch, Verwandschaft, Kordinatensytem, häußlich, Korrallenrif, unversehends, apropo, Kollektif
 
Was heißt was? Kennen Sie diese Fremdwörter?
1. konterkarieren
a. hintertreiben
b. entgegnen
c. gegen den Wind segeln
2. Altruismus
a. Möglichkeit
b. Uneigennützigkeit
c. übertriebener Stolz

Leistungs-Konzentrationstests

Adressenfehler: Die Abschrift enthält gegenüber dem Original einige Fehler. Finden Sie sie?
Original:
Karl-Heinz Offer GmbH & Co. KG, An dem Wasser 5, 76543 Ulm
Abschrift:
Karlheinz Ofer Gmbh + Co Kg, Auf dem Wasser 5 76543 Ulm
 
Buchstabenreihen aufspüren: In den folgenden Buchstabenreihen sollen sie alle 3er Kombinationen von Buchstaben markieren, die auch im Alphabet aufeinander folgen:
002
 
Buchstaben-Striche-Test:
Hier sind alle q und d aufzuspüren, denen, egal, ob ober- oder unterhalb, insgesamt zwei Striche zugeordnet sind:
003
Symbolpositionen erkennen: Hierbei geht es um ein Symbol, das sowohl gedreht, als auch gespiegelt worden ist. Finden Sie das Symbol, das sich in folgenden zwei Positionen befindet:
004
Schreiben Sie die Zahl der richtigen Symbole hinter jede Zeile.
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Logisches Denkvermögen

Ausschließlichkeiten: Jeweils eine der folgenden Aussagen fällt aus dem Rahmen. Entweder ist sie als einzige richtig oder als einzige falsch. Welche ist es?
Ausgeschlossen ist es, dass ein Fisch
a. tauchen kann.
b. Eier legen kann.
c. atmen kann.
d. singen kann.
e. springen kann.
Es ist unwahrscheinlich, dass man in Südamerika
a. christliche Kirchen aus dem 12. Jahrhundert betreten kann.
b. Koalas in freier Wildbahn vorfindet.
c. Inkatempel bestaunen kann.
d. Achttausender besteigen kann.
e. antike römische Bauwerke besichtigen kann.
Meinung oder Tatsache? Entscheiden Sie:
Das nächste Spiel ist immer das schwerste.
Es ist möglich, gänzlich ohne elektrischen Strom zu leben.
Männer sind für Führungspositionen besser geeignet als Frauen.
 
Abstruse Rückschlüsse: richtig oder falsch? Entscheiden Sie:
Alle Frösche sind Häuser. Alle Häuser haben Flügel.
Daraus folgt: Frösche haben Flügel.
Jede Tomate kann alles malen. Alle Preise sind immer gepfeffert, weil sie stets Tomaten malen. Alle Eimer sind Tomaten.
Daraus folgt: Alle Eimer können malen.

Verbale Intelligenz

Von den jeweils fünf Begriffen gehören vier inhaltlich zusammen. Welcher fällt aus dem Rahmen?
1.
a) nachlässig
d) schlampig
b) lax
e) liederlich
c) haltlos
2.
a) Baby
d) Vater
b) Greis
e) Erwachsener
c) Kleinkind
Drei Begriffe und eine Auswahl von fünf weiteren Worten sind gegeben. Welches der fünf steht zum dritten Begriff im selben Verhältnis wie der zweite zum ersten?
1. Aussaat: Frühjahr = Ernte:?
a) Laub
d) Herbst
b) Stroh
e) Getreide
c) Wachstum
2. Arbeit: Planung = Sport:?
a) Ausführung
d) Lohn
b) Stadion
e) Leistung
c) Training

Mathematische Intelligenz

Ergebnisse schätzen: Entscheiden Sie: 592 – 401 =?
a. 4 678
b. 3 080
c. 3 176
d. 2 108
Textaufgaben: Beantworten Sie: 2 kg Äpfel kosten in Nürtingen 4,75 Euro, in Göppingen kosten 3 kg Äpfel 6,30 Euro. – Wo sind die Äpfel preiswerter?
 
Das war ein kleiner Vorgeschmack auf das, was einen Großteil dieses Buches ausmacht: Testtraining.
Nach dieser ersten Trainingsrunde sowie mit Hilfe der Meinung anderer sollte man einschätzen können, wo die eigenen Stärken und Talente liegen und wo es im Gegensatz noch etwas auszubessern und aufzupolieren gilt. Dementsprechend sollte man sein ganz persönliches Trainingsprofil erstellen.
Damit ist die Sparte der Intelligenztests zwar vorerst abgehakt, ein anderer Bereich aber überhaupt noch nicht zur Sprache gekommen. Die so genannte »Emotionale Intelligenz«, die unter dem Stichwort »Persönlichkeitstests« auf dem Prüfstand steht. Zum besseren Verständnis nun ein kleiner Exkurs zum Thema und Begriff der »Emotionalen Intelligenz« und deren noch recht kurzer Entstehungs- und Entwicklungsgeschichte.

Was ist Emotionale Intelligenz (EI)?

Die »Entdeckung« der Emotionalen Intelligenz stützt sich auf die Beobachtungen des Amerikaners Joseph Ledoux. 1990 entdeckte dieser Professor der New York University die Mandelkerne, zwei kleine, mandelförmige Gebilde oberhalb des Hirnstamms, in denen, wie Hirnforscher herausgefunden haben, die Gefühle sitzen. Auf dieser Entdeckung aufbauend, entwickelten Peter Saloney von der Universität Yale und John Mayer von der Universität New Hampshire eine Theorie der Emotionalen Intelligenz.
Danach entzieht sich ein Teil der Emotionalen Reaktionen rationaler Kontrolle. Intensiven Gefühlen wie Zorn, Wut, Eifersucht oder Angst ist man oft hilflos ausgeliefert. Anstatt sich jedoch in dieses fremdgesteuerte Schicksal zu ergeben, macht es ein bewussterer Umgang mit diesen Emotionen möglich, diese umzuleiten und zu kanalisieren, sie also für positive Zwecke einzusetzen – im Privatleben genauso wie im Beruf.
 
Der amerikanische Journalist und Schriftsteller Daniel Goleman, der mit seinem Buch »Emotionale Intelligenz« Bestsellererfolge erzielte, beschreibt diese als die älteste Fähigkeit des Menschen, eine Metafähigkeit, von der abhängt, wie gut man andere persönliche Fähigkeiten, darunter auch den Intellekt, zu nutzen versteht. Sie umfasst folgende vier Bereiche:
• Die Selbstwahrnehmung: Nur wer seine Gefühle kennt, ist ihnen nicht hilflos ausgeliefert.
• Die Selbstregulierung, den Umgang mit Emotionen: Die Fähigkeit, sich selbst zu beruhigen, also Angst, Schwermut oder Gereiztheit abzuschütteln.
• Die Selbstmotivation: Die Fähigkeit, Emotionen produktiv zu nutzen und Gefühle in den Dienst eines Ziels zu stellen.
• Empathie: Nur wer einfühlsam ist, versteht versteckte soziale Signale, die von der Umwelt ausgehen und die den Kontakt zu Menschen ermöglichen und intensivieren können.
Mit der raschen Veränderung der Arbeitswelt hielt der Begriff der Emotionalen Intelligenz auch Einzug in Personalabteilungen und Bewerbungsgespräche. Der Wandel von der Produktions- zur Dienstleistungsgesellschaft brachte erhöhtes Servicebewusstsein und kundenorientiertes Handeln, sodass neben handwerklichen, akademischen und fachlichen Qualifikationen vor allem eines wieder wichtig wurde: Die Fähigkeit, mit Menschen umzugehen. Zuhören, einfühlen, mitfühlen – das sollen in Zukunft die Schlüssel zum Erfolg sein.
Dazu kamen Stichworte wie z. B. Selbstständigkeit, Verantwortungsbereitschaft, Arbeitsmotivation und Teamfähigkeit.
Die Liste der Eigenschaften und Fähigkeiten, die unter dem Überbegriff der Emotionalen Intelligenz zu finden sind, ist unüberschaubar lang. Und jeder dieser Begriffe ist mehr oder weniger dehnbar und unterschiedlich auslegbar. Eine konkrete Definition oder gar ein Maß der Emotionalen Intelligenz ist also auf wissenschaftlich haltbarer Ebene unmöglich, was auch Goleman bestätigt. Dennoch wurde hier ein kleiner Test von ihm übernommen, durch den man sich mit seiner eigenen EI näher auseinander setzen kann.

Testen Sie Ihren Emotionalen Quotienten!