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SEX
IM ALTEN
ROM

Historischer Erotik-Roman
von Rhino Valentino

TEIL VI

Medusa der Eunuch

www.ebook-show.de

Die Teile 4-6 dieser Serie sind als einzelne eBooks erschienen. Sie sind auch als eBook-Sammelband erhältlich (ISBN 978-3-86441-020-8).

Originalausgabe

Erste Auflage Oktober 2012

ISBN 978-3-86441-019-2

SEX IM ALTEN ROM

# 6: Medusa der Eunuch

Sechster Teil des historischen Erotik-Romans „Sex im alten Rom“ vom Schriftsteller des Lasters und der Leidenschaft: Rhino Valentino.

Die reiche Kaufmannsgattin Laetitia hat auf dem Sklavenmarkt des Forum Romanum zwei Männer und eine Frau erworben: den großen, kräftigen Schwarzen Obinna, den hübschen Gallier Dumnorix und die wunderschöne blonde Germanin Afra. Sie will die drei Sklaven nicht nur als exotische Bereicherung ihrer wollüstigen Nächte besitzen, sondern auch als edle Huren vermarkten. Zu diesem Zweck pachtet sie am Ufer des Tibers ein ehemaliges Bootshaus, um aus ihm ein Bordell zu machen.

Die Arbeit als Prostituierte ist für die Sklaven anstrengend und demütigend, zumal ihre Herrin ihnen höchste Leistung abfordert. Die Lage spitzt sich zu, als Laetitia einen neuen Kunden gewinnt, der die Sklavenhuren für eine ausschweifende Liebesnacht mietet. Es handelt sich um den schrecklichen und perversen Kaeso Aurelius.

Obinna, Dumnorix, Afra und auch der anmutigen Griechin Aikaterine wird bald klar, dass nur eine Flucht ihr Leben retten kann. Sie beschließen, das Risiko zu wagen. Doch dann kommt alles anders als geplant…

Ihr gefährliches Leben führt die Sklaven Obinna, Dumnorix, Afra und Aikaterine durch die turbulente Zeit des alten Roms zur Zeit der Herrschaft Julius Cäsars. Sexuelle Skandale und die sehnsüchtige Hoffnung auf Freiheit bewegen die Helden der spannenden Story.

Neben intensiven Schilderungen verschiedenster Erotik-Szenen enthält diese Geschichte eine kräftige Brise Humor. Sie belebt augenzwinkernd das Genre der Erotik-Parodie… In einer geschliffenen, messerscharfen Sprache entführt Sie der Autor Rhino Valentino in die schamlose, dekadente Welt des alten Roms!

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INHALT

SEX IM ALTEN ROM

TEIL VI Medusa der Eunuch

Kapitel 21: MEDUSA DER EUNUCH

Kapitel 22: FAULE FRÜCHTE

Kapitel 23: BÜCKBOCK

Kapitel 24: DAS LOS DER VERDAMMTEN

GESAMTVERZEICHNIS der lieferbaren Titel

Kapitel 21: MEDUSA DER EUNUCH

Drei Tage waren sie nun schon bei dem Eunuchen Medusa zu Gast.

Er hatte sie bisher höflich behandelt und kaum unter Druck gesetzt, wenngleich er keinen Hehl daraus machte, dass sie sich in seiner Gewalt befanden.

„Du, Nubier, magst zwar einen langen Schwengel dein Eigen nennen, doch bin ich es, der am längeren Hebel sitzt“, hatte er einmal süffisant erklärt, als sie alle gerade um den großen runden Holztisch herum beim Essen saßen.

Sie waren ständig unter Aufsicht der Dienerschaft, der bewaffneten Sklaven und der Stallknechte. Eine Flucht von diesem Anwesen mit den hohen Mauern schien derzeit nicht ratsam. Sich beiläufig bei den Dienerinnen nach Neuigkeiten erkundigend, hatte Afra erfahren, dass Legionäre in ganz Rom verstärkt patrouillieren würden. Sowohl um die Stadt sicherer zu machen als auch wegen etlicher Sklaven, die gesucht würden.

Unter den gesuchten sind auch wir, dachte Afra beklommen. Laetitia wird nicht eher ruhen, bis wir entdeckt und zu ihr gebracht worden sind. Tot oder lebendig. Zu hoch war der Preis gewesen, den sie seinerzeit auf dem Sklavenmarkt für Obinna, Dumnorix und mich bezahlt hatte. Zu groß sind auch ihr Stolz und ihre Rachsucht, als dass sie die Angelegenheit großmütig auf sich beruhen lassen würde.

Was wusste der Eunuch? Er schien aufgeweckt zu sein und empfänglich für den neusten Tratsch und Klatsch, der auf den Gassen Roms die Runde machte. Nun waren sie beileibe nicht die einzigen Sklaven, die auf der Flucht waren. Rom war sehr groß, überall und ständig gab es Ärger mit entflohenen Dienern, ausländischen Söldnern oder gar Verbrechern. Rom konnte auch denen Schutz bieten, die ein dunkles Geheimnis zu verbergen hatten.

Dennoch spielten sie ein gefährliches Spiel. Falls Medusa Verdacht schöpfte und sie bei der Legionärsgarde meldete oder gar direkt mit der Fahndung nach ihnen konfrontiert wurde, hatten sie so gut wie keine Chance auf weitere Flucht oder Gegenwehr. Sie waren sich einig, dass sie die nächstbeste Gelegenheit wahrnehmen mussten um zu fliehen. Halbwegs sicher konnten sie erst weit weg von Rom sein. Ständig schwebte über ihnen das Damoklesschwert von Gefangennahme und Tod.

Obinna, Dumnorix, Afra und Aikaterine waren in den ersten Tagen ihres Aufenthalts bei Medusa von den Wünschen und Ansprüchen des Eunuchen weitgehend unbehelligt geblieben. Wachsam und misstrauisch warteten sie auf Anzeichen, die darauf hindeuteten, dass ihr seltsamer Gastgeber eine Gegenleistung erwartete für die Heimstatt, die er ihnen vorrübergehend bot.

Diese Anzeichen machten sich an einem lauen Abend so deutlich und unverkennbar bemerkbar, dass sie zutiefst erschraken über die dreiste Schamlosigkeit des Eunuchen. Obwohl sie schon einiges Drastische erlebt hatten, wurden sie von dem lüsternen Gesuch Medusas überrumpelt.

Sie hatten sich nützlich gemacht, um nicht den Unmut ihres Gastgebers auf sich zu ziehen. Nebenbei wollten sie sich unbemerkt über ihr weiteres Vorgehen beraten. Afra schälte Esskastanien in der Küche. Aikaterine half der Köchin, Brotteig zu mischen und zu kneten. Obinna und Dumnorix hatten gerade Holz gehackt und schichteten nun Scheite an der Feuerstelle des Küchenherdes auf.

Es war soweit. Sie hatten ihrem Gastaufenthalt Tribut zu zollen.

Medusa erschien in der Küche, begleitet von seinem dicken kleinen Diener, den er „Salsiccia“ nannte. Der Eunuch trug eine feine Tunika aus hellblauer Seide, die so dünn war, dass sein teigiger bleicher Körper hindurchschimmerte. Um ihn herum wogte eine aufdringliche Wolke schweren, süßen Parfüms. An seinen Armen und Beinen klirrten dünne, kunstvoll gefertigte Silberreifen und teure Glöckchen, wie sie die Huren trugen. Mit quengelnder hoher Stimme rief er gellend laut nach den beiden männlichen Sklaven, obwohl sich diese in seiner unmittelbaren Umgebung befanden.

„Nubier! Gallier!“ wies er sie an. „Folgt mir in mein Gemach. Ihr sollt mir tüchtig zu willen sein! Hernach dürft ihr auf jegliche Arbeit verzichten und euch ausruhen. Zunächst aber müsst ihr euren Mann stehen.“

Hab ich´s doch gewusst! dachte Dumnorix alarmiert. Der Kerl hat es auf uns abgesehen! Er hat nur auf eine günstige Gelegenheit gewartet oder darauf, dass er lüstern und spitz genug sein würde, es mit uns zu treiben.

Die Frage war nur, was würde er mit ihnen anstellen? Soweit sie erkennen konnten, besaß der Eunuch kein Gehänge mehr. Da, wo bei einem normalen Mann der Schwengel und der Sack baumelten, war bei ihm nur eine leere Stelle auszumachen. Zwischen seinen Beinen war keine Wölbung oder Ausbeulung zu erkennen, geschweige denn dass ein Zelt der Erregung den dünnen Seidenstoff der Tunika angehoben hätte.

Wie trieb es ein Eunuch? Trieb er es überhaupt, oder waren ihm derlei körperliche Genüsse für immer verwehrt? Wollte er sie am Ende zwingen, sich gegenseitig zu bespringen oder mit seinen Dienern Unzucht zu treiben, um dabei lediglich wohlgefällig zuzusehen?

Dumnorix meinte, die Abgründe und Perversionen der römischen Gesellschaft bereits zur Genüge kennengelernt zu haben. Jedoch ahnte er noch nicht, dass Medusa, der Eunuch, ganz eigene, schauderhafte Vorlieben des Geschlechtsverkehrs hatte. Die Tatsache, dass er entmannt war, verhinderte nicht, dass er skrupellos und triebhaft seine sexuellen Phantasien in die Tat umzusetzen bereit war.

Sie folgten ihm in seine Gemächer.

Afra hatte einen beachtlichen Berg Kastanien geschält. Weiß und aromatisch duftend lagen sie in einer großen Schüssel aus Ton und warteten darauf, geröstet zu werden.

„Zusammen mit Wildbret schmecken die ganz hervorragend“, verriet ihr die Köchin Livia. Sie war als junges Mädchen von ihren Eltern als Sklavin verkauft worden, um Schulden abzubezahlen, die ihr Vater beim Würfelspiel angehäuft hatte. In diesem Hause hier hatte sie ihren Frieden gefunden und konnte ihre wunderbaren Kochkünste zur Entfaltung bringen. Medusa war ein Feinschmecker und schwelgte gerne lange und ausgiebig in den Genüssen der Gaumenfreuden. Afra mochte Livia und hatte die ältere, füllige Frau schon ins Herz geschlossen.

Aikaterine war mit dem Brotteig fertig und zerrieb gerade noch einige Zimtstangen über der gelben Masse. Zufrieden schien sie sich ihr Werk zu betrachten. In Gedanken jedoch war sie mitfühlend bei Obinna und Dumnorix und betete zu den Göttern, dass sie den beiden in den Gemächern des Eunuchen beistehen mochten.

Auch Afra war beunruhigt. Schon eine ganze Stunde lang war Medusa mit den beiden Sklaven im Schlepptau verschwunden. Seither war von ihnen nichts zu hören oder zu sehen.

„Was, glaubst du, tut er ihnen an?“ wollte Afra leise von Livia wissen und wusch sich die Hände in der Steinschale neben der Tür, die zum Garten führte.

Livia zuckte mit den Schultern. „Mein Liebe“, sagte sie nachsichtig. „Was wird er schon machen können? Einem gewöhnlichen Geschlechtstrieb kann er naturgemäß nicht nachgehen, da er in frühen Jahren zu einem Dasein als Mannweib gezwungen worden ist. Er wird sich eben wie eine Frau gebärden. Dein Freund, der Nubier wird ihn wohl begatten müssen. Vielleicht auch der Gallier. Es kann sein, dass dieser nur zusehen muss, wie der Schwarze seinen Schwengel schwingen lässt.“ Sie kicherte und gluckste, halb verschämt, halb belustigt.

„Ist er… schlimm?“ fragte Aikaterine ernst in Erinnerung an den grausamen Kaeso Aurelius, dem sie erst vor drei Tagen entronnen waren.

„Nein, nicht wirklich“, antwortete Livia. „Das heißt, es kommt natürlich darauf an, was du unter schlimm verstehst.“ Sie dachte kurz nach. „Die jungen Männer, die hier ab und an zu Gast sind, haben es bisher immer ertragen können, ihm beizuwohnen. Nie hat einer von ihnen sichtbare Verletzungen davongetragen. Zumindest, soweit ich es wahrgenommen habe.“ Sie lächelte Aikaterine aufmunternd zu und danach auch Afra. Die blonde Germanin hatte sich die Hände abgetrocknet und blickte grübelnd ins Leere.

Das Gebrüll ertönte plötzlich und unmittelbar. Es zerriss die Ruhe in der Küche. Von irgendwoher erklangen rasche Schritte. Diener murmelten vor sich hin und beratschlagten sich.