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Inhalt

Inhalt

Auf und davon

Die drei Säulen des Antijagdtrainings

Jagen: Was ist das eigentlich?

Der Jagdtrieb

Gut, wenn man sie kennt: Verwandte Triebe

Warum jagen Hunde?

Wie Hunde jagen: Die Jagdsequenz

Jagdhundrassen und ihr unterschiedliches Jagdverhalten

Hütehunde und Jäger aus Leidenschaft

Ein häufiges Missverständnis: Ungehorsam und Langeweile statt Jagdtrieb

Unglaublich, aber wahr: Die Sinnesleistungen unserer Hunde

Erste Schritte im Antijagdtraining

Wie verbessere ich meine Erfolgschancen?

Ein Hund ist, was er isst

Extreme Reaktion auf Umweltreize

Stress

Denken wie ein Rudelführer – denken wie ein Hund

Die Geschichte mit dem Rudel

Bitte antworten Sie ehrlich

Bevor wir mit dem Training beginnen...

Wie lernt ein Hund?

Die perfekte Belohnung

Timing heißt das Zauberwort...

Praktische Trainingshilfen

Gute Vorbereitung ist das halbe Training

Antijagdtraining in der Praxis

Warum jagt ausgerechnet mein Hund?

Der Test

Hunde vom Typ A

Hunde vom Typ B

Die erste Säule: Bindung und Vertrauen

Vertrauen heißt auch Teilen

Aufmerksamkeitstraining

Hausordnung

Kommunikation und Teambildung

Die zweite Säule: Gehorsamkeit und Standruhe

Für jeden jagenden Hund ein Muss: „Sitz“, „Platz“, „Fuß“

„Komm“

Das Verbotswort „Nein!“

Auf die Pfeife konditionieren und sie einsetzen

Distanzkontrolle: Meisterleistung der Gehorsamkeit

Fortgeschrittene Übungen für die Standruhe

Unterbrechungsreiz

Trainingsdiscs und Sprühhalsband

Gehorsamkeit am Wild

Die dritte Säule: Triebauslastung und Beschäftigung

Apportieren

Nasenarbeit

Treibball

Agility

Alternative und alltägliche Beschäftigung

Jagdausbildung

Was Hänschen schon lernt...

Das Antijagdtraining in Kurzform

Danke ...

Die Autorin

Zum Weiterlesen Zum Weiterlesen

 

 

Martina Nau

 

 

Auf und davon

 

 

Wie der Jagdtrieb des Hundes kontrollierbar wird

 

 

 

 

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Impressum

 

Copyright © 2008/2009 by Cadmos Verlag, Schwarzenbek

Layout der Originalausgabe: Ravenstein, Verden

Satz der Originalausgabe: Grafikdesign Weber, Bremen

Titelfoto: JBTierfoto

Fotos: JBTierfoto, falls nicht anders angegeben

Lektorat: Dorothee Dahl

E-Book: Satzweiss.com Print Web Software GmbH

 

 

Alle Rechte vorbehalten.

 

Abdruck oder Speicherung in elektronischen Medien nur nach vorheriger schriftlicher Genehmigung durch den Verlag.

 

Printed in Germany

 

ISBN 978-3-86127-755-2

 

eISBN 978-3-84046-006-7

Auf und davon

Auf und davon

Egal, was Sie gegen den Jagdtrieb Ihres Hundes bisher unternommen haben, ich möchte Ihnen hiermit Mut machen, mit diesem Buch noch einmal von vorn anzufangen und das Problem mit einem Gesamtkonzept in den Griff zu bekommen.

Wer jemals das Jagdverhalten seines Hundes kontrollieren möchte, muss sich auf seinen Hund als Jäger einlassen. Wenn Ihr Hund wirklich einen ausgeprägten Jagdtrieb hat, dann können Sie diesen nicht wegtrainieren. Sie können ihn nur kontrollierbar machen. Dazu müssen Sie lernen zu denken, wie Ihr Hund denkt.

 

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Vielleicht ist der Jagdtrieb Ihres Hundes jedoch gar nicht so groß? Vielleicht ist sein Jagdproblem gar kein „richtiges“ Jagdproblem? In den folgenden Kapiteln geht es auch darum: das eine vom anderen zu unterscheiden.

Sehen Sie den Jagdtrieb Ihres Hundes nicht mehr ausschließlich als ärgerliches Problemverhalten, sondern nutzen Sie die Chance, Ihren Hund durch das gemeinsame Training besser kennenzulernen und zu verstehen. Lassen Sie sich ein auf das spannende Abenteuer, in die Welt Ihres Hundes einzutauchen, die Ihnen vielleicht bisher in diesem Bereich verschlossen blieb. Sie werden sehen, es kann sogar Spaß machen, Ihrem Hund schrittweise klarzumachen, dass Sie nicht nur sein Dosenöffner, sondern sein Teampartner sind.

Nur eine Bemerkung noch: Will man erfolgreich gegen das Jagdverhalten trainieren, sollte man seine Einstellung dringend überdenken, wenn diese bisher einen eher antiautoritären Einschlag hatte. Hiermit ist nicht gemeint, dass Sie hart sein sollen, aber hartnäckig im Sinne von absolut konsequent. Lassen Sie Ihren Hund merken, dass Sie ab sofort darauf bestehen, Ihre Wünsche durchzusetzen. Immer und überall. Nehmen Sie die Grundhaltung an, Ihrem Hund so wenig Kommandos wie möglich zu geben, aber wenn, dann müssen Sie bis zu deren Auflösung (die Sie selbst geben!) darauf bestehen. Sie werden sehr schnell bemerken, dass Ihr Hund beginnt, Sie mit anderen Augen zu sehen.

Die drei Säulen des Antijagdtrainings

Unter all den Verhaltensweisen, die wir bei unseren Hunden in den Griff bekommen möchten, ist das Jagdverhalten die komplexeste. Für viele Hundebesitzer stellt das Jagdverhalten ihres Hundes ein immenses Problem dar, vor allem wenn der entspannte Spaziergang zum stressigen Ausflug mit dem Vierbeiner wird. Es gibt so viele Ursachen für dieses Problem, so viele Gründe, warum ein Training eventuell keinen Erfolg zeigt, dass wir nur mit einem gut durchdachten Konzept unser Ziel erreichen können. Darum ist es mir wichtig festzustellen, dass allein Gehorsamkeitstraining nicht reicht, um den Jagdtrieb eines Hundes kontrollieren zu können. Gehorsamkeit ist ein wichtiger Teilaspekt eines Antijagdtrainings, jedoch nicht der einzige Weg. Ein gutes Antijagdtraining sollte aufgebaut sein wie ein solides Gebäude, das von drei Säulen getragen wird.

Bindung Vertrauen

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Die erste Säule setzt sich aus Bindung und Vertrauen zusammen. Ohne sie brauchen wir gar nicht erst anzufangen. Ohne sie würde das Training hart und lang andauernd. Und es bliebe erfolglos. Denn niemand folgt länger als unbedingt nötig einem Anführer, zu dem er keine Bindung und kein Vertrauen hat. Welpen und junge Hunde bauen schnell eine gute Bindung auf. Ältere Hunde dagegen benötigen viel länger hierfür. Häufig zeigen sie anfangs ein vorsichtiges Misstrauen. Ihnen müssen wir helfen, vertrauensvoll mit uns zusammenzuarbeiten.

Gehorsamkeit Standruhe

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Die zweite Säule, Gehorsamkeit und Standruhe, ist diejenige, die wir meistens vor Augen haben, wenn wir über Antijagdtraining sprechen. Gehorsamkeit heißt jedoch nicht nur Gehorsamkeit im Training, sondern vor allem im Alltag. Und Standruhe bedeutet, dass vor allem ein jagdtriebiger Hund grundsätzlich nicht unkontrolliert jagen oder hetzen sollte, auch keine Bälle oder die eigenen fortrennenden Kinder. Natürlich darf er diesen Trieb ausleben, aber erst, nachdem Sie es ihm erlaubt haben.

Beschäftigung Triebauslastung

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Erst mit Beschäftigung und Triebauslastung, unserer dritten Säule, erreichen wir einen Erfolg, der dem Hund gegenüber fair ist. Natürlich können wir Triebe nicht dauerhaft unterbinden. Stattdessen müssen wir sie kanalisieren und dem Hund die Möglichkeit geben, sie auszuleben. Also sollten wir ihm Ersatzbeschäftigungen bieten, die ihn trieblich auslasten und gleichzeitig sein Bedürfnis nach geistiger Forderung befriedigen. Das bedeutet, dass wir Hunden mit einer Jagdpassion auch mindestens eine Beschäftigung anbieten, die der des Jagens sehr nahe kommt.

 

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