Image Missing

Inhalte

zum geleit

vorweg

wanderland

1. kapitel: zwischen kühlungsborn und heiligendamm

nebelmaschine

die wundertour

letzter abschlag wittenbeck

ein geschenk

ein großes und ein kleines g

routenbeschreibung: kühlungsborner sterntouren

2. kapitel: insel usedom

mythos

räuberpistolen und raketen

baumhochzeit

gäste und geister

routenbeschreibung: wanderrevier insel usedom

3. kapitel: insel rügen

wasserwanderer

wipfeltreffen

wortspielereien

napoleon

blues

routenbeschreibung: südost-rügener sterntouren

4. kapitel: halbinsel fischland, darß, zingst

äpfel und eier

geschichte

kulturstreifen

woodstock

routenbeschreibung: darßer sterntouren

5. kapitel: schwerin

getrennte wege

lohengrin

zum schluss das schloss

routenbeschreibung: schweriner-see-rundtour

Matthias Schümann [Text]

Danny Gohlke [Fotos]

einsatzort

wanderweg

mit Axel Prahl und Jan Josef Liefers
durch Mecklenburg-Vorpommern

Image Missing

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.ddb.de abrufbar.

Alle Rechte vorbehalten. Reproduktionen, Speicherungen in Datenverarbeitungsanlagen, Wiedergabe auf fotomechanischen, elektronischen oder ähnlichen Wegen, Vortrag und Funk – auch auszugsweise – nur mit Genehmigung des Verlages.

© Hinstorff Verlag GmbH, Rostock 2010

www.hinstorff.de

1. Auflage 2010

Herstellung:Hinstorff Verlag GmbH
Lektorat:Thomas Gallien
Titelgestaltung und Layout:Beatrix Dedek
Karten /Geoinformationen:© Vermessungsverwaltungen der Bundesländer und BKG (www.bkg.bund.de)/geoGLIS OHG

eISBN: 978-3-35601-468-6

Image Missing
Image Missing

»Summertime, and the living is easy«

Liefers: »Wandern ...

In den Bergen: ja.

Aber im Flachland?«

Prahl: »Sie werden auch noch

Ihre Höhenflüge haben.

Da bin ich mir ganz sicher.«

1.kapitel:

zwischen kühlungsborn und heiligendamm

Image Missing
Image Missing

2. kapitel:

insel usedom

Image Missing
Image Missing

3. kapitel:

insel rügen

Image Missing
Image Missing

4. kapitel:

halbinsel fischland, darß, zingst

Image Missing
Image Missing

5. kapitel:

schwerin

Image Missing
Image Missing

zum geleit

Mehr als zwei Millionen Touristen wandern jedes Jahr durch Mecklenburg-Vorpommern. Das ist Fakt – aber noch lange keine spannende Geschichte.

Aber Menschen lieben Geschichten – egal, ob sie sie lesen, hören oder sehen. Geschichten mit einem fesselnden Anfang, einem (guten) Ende, mit sympathischen Helden, Bösewichtern, Abenteuern, Schmerzen, Liebe … Kann man über das Thema Wandern eine solche Geschichte erzählen?

Fangen wir mit den Helden an: Axel Prahl und Jan Josef Liefers sind sympathisch. Uns und sich selbst. Das ARD-»Tatort«-Team tut fast immer das, was es am liebsten macht: Es frönt seinen Meinungsverschiedenheiten mit Leidenschaft und pflegt diese bei jeder Begegnung. Am Ende gewinnt keiner – nur wir hatten unseren Spaß.

Der Anfang ihrer Wandergeschichte – ein Missverständnis.

Bösewichter – mal der eine, mal der andere. Schließlich sind Prahl und Liefers Schauspieler, und die spielen nichts lieber als eben … Bösewichter.

Abenteuer – suchen Sie sich eines aus: betrunken ein Zelt (nicht) aufbauen, (fast) im Nationalpark verdursten, auf einem Schwan reiten, Ärger mit der Polizei haben, nackten Versuchungen widerstehen, eine Wanderkarte (richtig) lesen …

Schmerzen – schon mal mit Lederstiefeletten gewandert? Oder ohne Schuhe? Fragen Sie Jan Josef Liefers, wie weh das tut!

Und die Liebe? Ja, sagen beide, sie haben sich verliebt: Prahl in den Darßer Urwald, Liefers in die Magie von Deutschlands ältestem Seebad Heiligendamm.

Fertig ist die Geschichte. Sehen und hören konnten Sie sie schon: auf NDR1 Radio MV, im NDR-Fernsehen, in der NDR-Mediathek und auf der Internetseite des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern – www.einsatzort-mv.de. Jetzt können Sie sie auch lesen. In diesem Buch. Und wie das mit Geschichten ist: Es gibt Fortsetzungen. Schreiben Sie doch ein eigenes Wandertagebuch. Dazu müssen Sie nur … losgehen. Viel Spaß dabei im Wanderland Mecklenburg-Vorpommern.

Birgit MüllerSylvia Bretschneider
Redaktionsleiterin NDR FernsehenLandtagspräsidentin und
im NDR LandesfunkhausVorsitzende des Tourismusverbandes
Mecklenburg-VorpommernMecklenburg-Vorpommern

Der NDR und der Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern hatten gemeinsam die Idee für dieses Wanderprojekt. (Der NDR hat daraus eine Sendung für das NDR Fernsehen produziert und im Hörfunk bei NDR 1 Radio MV darüber berichtet; der Tourismusverband hat unter anderem eine Internetseite gestaltet, mit Hilfe derer die Touren der beiden Schauspieler nachvollzogen und -gewandert werden können.)

vorweg

Sonntag, 20.15 Uhr. Ein schräger Fanfarenstoß eröffnet den Fernsehabend. Eine Zielscheibe, ein Auge, fliehende Beine, ein polternder Rhythmus, flirrende Streicher. Dann fährt ein Wort auf uns zu, wird am Ende so groß, dass die Bildschirmränder das erste und das letzte »t« schlucken. Wir können es trotzdem lesen: »Tatort«.

Wenn jetzt das Telefon klingelt, ruft einer an, der uns nicht kennt oder der uns ärgern will. Der Sonntagabendkrimi ist uns heilig, die Kinder sind im Bett, das Abendbrot steht auf dem Wohnzimmertisch. Der »Tatort« ist das Scharnier zwischen den Wochen. Der Schlusspunkt des Sonntags, die versöhnliche Einstimmung auf den Montag. Die Spielfilm-Helden sind uns vertraut. Im Freundeskreis diskutieren wir die Qualität der einzelnen Pärchen und ihre mal mehr, mal weniger gelungene Eigendynamik, die sich in mehr oder weniger gelungenen Storys entfaltet. Die Meinungen gehen regelmäßig auseinander, nur in einem Punkt nicht: Der »Tatort« aus Münster ist mit Abstand der beliebteste, Axel Prahl und Jan Josef Liefers sind das ermittelnde Traumpaar. Das sagen selbst diejenigen, die nicht wie wir jeden Sonntag vorm Fernseher sitzen, sondern uns mit unwichtigen Telefonanrufen behelligen.

Image Missing

Mit Prahl und Liefers zu Fuß unterwegs in Mecklenburg-Vorpommern. Mehr als zehn Millionen Menschen sehen jedes Mal ihre Filme, auf der Straße erkennt man sie, regelmäßig entstehen Aufläufe, auch im Nordosten der Bundesrepublik. Auf der Promenade von Kühlungsborn füllen sich die Bänke, Fotoapparate und Mobiltelefone werden in die Höhe gereckt. Auf der Straße, im Vorbeigehen, drehen sich die Leute um. »Da isser, hast ihn gesehen?« – »Ja, wer war denn das?!« Erkannt werden zuweilen beide, oft aber auch nur einer, mal Liefers, mal Prahl. Ein Mann kommt in Ahlbeck aus dem Restaurant gestürmt und breitet die Arme aus: »Wir begrüßen Axel Prahl und …«, er zögert, »… und seine Begleitung!« Am Leuchtturm Bastorf steigt Liefers aus dem Auto. Auf der anderen Seite des Weges erstarrt eine Fahrradgruppe älteren Semesters. Liefers fixiert sie eine Weile mit seinem Rechtsmediziner-Blick. »Ja, da sehen wir uns an«, sagt er schließlich, bricht das Schweigen und die ungewöhnliche Situation, dass der Bildschirmheld einmal die Zuschauer ansieht, ohne die Mattscheibe dazwischen. Die Gruppe taut auf. »Aber hier ist doch gar nicht Münster«, ruft einer. »Münster ist überall«, erwidert Liefers trocken.

Prahl und Liefers polarisieren auf angenehme Weise. Bodenständig und immer ein wenig mürrisch der eine, eloquent und aufgeweckt der andere. Beide klug und grundsympathisch. Und das auch in der Wirklichkeit. Ein eingespieltes Team, die Rollen sind mit ihnen verwachsen, so dass sie sich ein ums andere Mal versehentlich bei ihren »Tatort«-Namen Thiel und Boerne nennen. Man muss das als Zeichen der Vertrautheit verstehen, der grundsätzlichen Übereinstimmung. Die beiden können gut miteinander, nicht nur vor der Kamera. Und sie können gut mit anderen Menschen.

Image Missing

wanderland

Prahl und Liefers in Mecklenburg-Vorpommern. Sie sind gekommen, um zu wandern. Wandern – das ist eine der jüngeren Trendsportarten. Auf jeden Fall das nächste große Ding der Tourismusbranche. Maßvolle Bewegung in freier Natur. Mit garantiertem Selbstfindungseffekt. Denn wer geht, dem entschleunigt sich das eigene Leben, und er kommt zu Erkenntnissen über sich selber und die Welt, wie sie im ICE oder auf der Autobahn nicht möglich wären. »Wir sind dann mal weg« – angeregt von Autoren wie Hape Kerkeling erlebt das Wandern in unseren Tagen eine Renaissance. Die Wiederentdeckung der Langsamkeit. Dabei ist Wandern als Sportart kaum älter als 100 Jahre.

Prahl und Liefers in Wald und Feld auf dem Wege zu sich selbst? Das geht – und geht doch nicht. Die beiden sind mit herzerfrischender Selbstironie ausgestattet, als Meister der Improvisation schlagen sie aus jeder Situation fast komödiantisches Kapital.

Image Missing