Text: Patrick Bade

 

Layout:

Baseline Co. Ltd

61A-63A Vo Van Tan Street

4. Etage

Distrikt 3, Ho Chi Minh City

Vietnam

 

© Confidential Concepts, worldwide, USA

© Parkstone Press International, New York, USA

 

Weltweit alle Rechte vorbehalten.

 

Soweit nicht anders vermerkt, gehört das Copyright der Arbeiten den jeweiligen Fotografen. Trotz intensiver Nachforschungen war es aber nicht in jedem Fall möglich, die Eigentumsrechte festzustellen. Gegebenenfalls bitten wir um Benachrichtigung.

 

ISBN: 978-1-78160-991-0

 

 

 

 

 

Das Plakat wird eine neue Ausdrucksweise an ein neues Publikum vermitteln. Ein Publikum, das nicht mehr nur noch aus Aristokraten besteht. Es wird allein zu dem Zweck existieren, um von allen betrachtet zu werden.

 

— Alfons Mucha

 

Liste der Abbildungen

 

 

Biografie

8. Sokol Festival

 

A/B

Amen (Auszug aus Le Pater)

Amerikanische Ureinwohnerin mit Blumen und Federn

Bières de la Meuse

Biscuits Champagne Lefèvre-Utile

Blond

Brunette

Büste einer jungen Frau

 

C

Cassan Fils

Cocorico, Deckblatt der 1. Ausgabe der gleichnamigen Zeitschrift

Cocorico, Deckblatt für die 4. Ausgabe der gleichnamigen Zeitschrift

Cycles Perfecta

 

D

Deckblatt für Chansons daïeules

Deckblatt für Wiener Chic (Januar 1905)

Deckblatt von Au Quartier Latin,

Deckblatt von LHabitation pratique (April 1910)

Dekorationsplatte mit Symbol von Paris

Des Morgens Erwachen

Die Blume

Die Natur

Die Sprache der Blumen

 

E

Efeu

Eine Weihnachts-Inspiration, Burr McIntosh Monthly

Entwurf der Speisekarte des offiziellen Ausstellungsbanketts, Paris

Entwurf für das Juni-Deckblatt

Entwurf für die Speisekarte des Restaurants du Pavillon Bosniaque

Entwurf für einen Monat: Februar

Entwürfe für die Monate

Exposition Universelle Internationale de St. Louis (États-Unis)

 

F

Feder

Frau mit Mohnblumen

Friendship (Freundschaft)

Früchte

Frühling

Fünfzig-Kronen-Geldschein der Republik der Tschechoslowakei

 

G/H/I

Gismonda

Hamlet

Hearsts International, Deckblatt für Dezember 1921

Hearsts International, Deckblatt für Januar 1922

Heather aus Coastal Cliffs

Herbst

Iris

 

J/K

Jos. Triners Angelica Bitter Tonic

Journalismus und Literatur, The Literary Digest

Journée Sarah (La Plume)

 

L

La Dame Aux Camelias (Kameliendame)

La Passion

La Plume

Le Pater

Le Vent qui passe emporte la jeunesse (Der vorüberwehende Wind reißt die Jugend mit sich)

Leslie Carter

Lilie

Lorbeer

 

M

Mädchen im Kornfeld mit Feldblumen

Mährischer Lehrerchor

Malerei

Medea

Moët & Chandon Champagne White Star

Moët & Chandon Dry Impérial

Monaco • Monte-Carlo

Musik

 

N

Nachtruhe

Nelke

 

P

Plakat für „JOB Zigarettenpapier

Plakat für „JOB Zigarettenpapier

Plakat für die Ausstellung über das Slawische Epos

Plakat für die Ausstellung Salon des Cent in der Hall de la Plume

Plakat für Documents décoratifs, Tafel 10

Plakat für Documents décoratifs, Tafel 11

 

Plakat für Documents décoratifs, Tafel 14

Plakat für Documents décoratifs, Tafel 15

Plakat für Documents décoratifs, Tafel 19

Plakat für Documents décoratifs, Tafel 2

Plakat für Documents décoratifs, Tafel 24

Plakat für Documents décoratifs, Tafel 25

Plakat für Documents décoratifs, Tafel 27

Plakat für Documents décoratifs, Tafel 45

Plakat für Documents décoratifs, Tafel 46

Plakat für Documents décoratifs, Tafel 50

Plakat für Documents décoratifs, Tafel 51

Plakat für Documents décoratifs, Tafel 54

Plakat für Documents décoratifs, Tafel 55

Poesie

Portrait von Maude Adams als Jeanne dArc

Primel

Princezna Hyacinta (Prinzessin Hyazinthe)

 

R

Rose

Rubin

 

S

Selbstporträt

Salon des Cent: Exposition de lŒuvre de Mucha

Savon Mucha

I. Selig sind die Sanftmütigen; denn sie werden das Erdreich besitzen

II. Selig sind, die reinen Herzens sind; denn sie werden Gott schauen

III. Selig sind, die da Leid tragen; denn sie sollen getröstet werden

IV. Selig sind die Barmherzigen; denn sie werden Barmherzigkeit erlangen

V. Selig sind, die um Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn das Himmelreich ist ihr

 

VI. Selig sind, die da geistlich arm sind; denn das Himmelreich ist ihr

Sommer

Stranddistel

Studie für Czechoslovak Y.W.C.A. (Der Tschechoslowakische CVJM)

Studie für den Abendstern

Studie für den Mond

Studie für den Morgenstern

Studie für den Polarstern

Studie für Malerei

Studie für Musik

Studie für Poesie

Studie für Tanz

Studie für Tierkreis

 

T

Tagesschein

Tanz

Tierkreis

Topas

Träumerei des Abends

Träumerei

 

V/W/Z

Vin des Incas

Winter

Zdenka Cerny, the Greatest Bohemian Violoncellist (Zdenka Cerny, die bekannteste Violoncellistin Böhmens)

Zehn-Kronen-Geldschein der Republik der Tschechoslowakei

Zeichnung für ein Plakat für die Mucha-Ausstellung, Brooklyn Museum

 

 

Alfons Mucha


Porträt, Brustbild im Rechtsprofil.

Fotoabzug, um 1906.

 

Biografie

 

 

1860

Alfons Mucha wird am 24. Juli in Ivanèice in Mähren, einer Provinz des österreichisch-ungarischen Kaiserreichs, geboren. Er ist der Sohn eines Gerichtsdieners und wird patriotisch erzogen. Er beginnt schon in früher Jugend mit dem Zeichnen.

 

1871

Mucha ist Chorknabe in der St. Peter-Kathedrale in Brno, wo er seine Sekundärschulerziehung erhält. Hier hat er seine erste künstlerische Offenbarung im Angesicht des Reichtums der Barockkunst. Er etabliert während seiner vierjährigen Schulzeit eine Freundschaft mit Leoš Janácek, der als größter tschechischer Komponist seiner Generation gelten sollte.

 

1877

Muchas Bewerbung an der Prager Kunstakademie wird nicht angenommen.

 

1879

Mucha arbeitet als Hilfskraft bei einer Firma für Theaterausstattung in Wien.

 

1894

Mucha kreiert Gismonda, sein erstes Plakat für die Schauspielerin Sarah Bernhardt, die ihn mittels eines Vertrags mit sechsjähriger Laufzeit an sich bindet. Dieser Wendepunkt in seinem Leben markiert den Beginn seiner Karriere als Dekorateur und Illustrator.

 

1881

Mucha wird entlassen, nachdem ein Feuer das Ringtheater, den Hauptkunden der Firma, zerstört hat. Er lässt sich in der Kleinstadt Mikulov (dt. Nikolsburg) nieder, wo er Porträts malt. Dort begegnet er seinem ersten Förderer, Graf Khuen, der ihn beauftragt, sein Schloss mit Wandgemälden auszuschmücken.

 

1884

Mucha studiert Kunst in München, während er gleichzeitig für Graf Egon, den Bruder Graf Khuens, in Tirol arbeitet.

 

1888

Mucha geht nach Paris, das der anstehenden Weltausstellung entgegenfiebert. Er tritt in die Académie Julian ein, wo er die Künstlergruppe Nabis (Sérusier, Vuillard, Bonnard und Denis) kennenlernt, aber auch Gauguin, mit dem er sich im Jahr 1893 ein Atelier teilen wird. Er schließt sich den von Pierre Puvis de Chavannes, Odilon Redon, Gustave Moreau und Joris-Karl Huysmans angeführten Symbolisten an.

 

1889

 

Mucha zeichnet seine erste Illustration für die Theaterkritik.

1900

Mucha plant verschiedene Pavillons für die Weltausstellung, u.a. den für Bosnien-Herzegowina. Er arbeitet gleichzeitig für den Juwelier Fouquet. Dies verschafft ihm Aufträge für seine Boutique.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1904

Mucha verlässt Paris und lässt sich in den USA nieder.

 

1913

Mucha kehrt endgültig in sein Heimatland zurück und beschließt, sich patriotischen Fresken zu widmen und eine Serie mit dem Namen Das Slawische Epos zu entwickeln.

 

1928

Mucha übereignet dem tschechischen Volk und der Stadt Prag die zwanzig Gemälde des Slawischen Epos.

 

1936

Eine Ausstellung in der Real Games Gallery ist Mucha und seinem Landsmann František Kupka gewidmet.

 

1939

Alfons Mucha stirbt am 14. Juli an einer Lungenentzündung.

 

Seit dem Revival des Jugendstils in den 1960er Jahren, als Studenten in aller Welt ihre Zimmer mit Reproduktionen der Plakate Muchas von Mädchen mit rankenartigen Haaren schmückten und die Illustratoren von Schallplattenhüllen Mucha-Imitationen in halluzinatorischen Farben produzierten, wird Alfons Muchas Name unvermeidlich mit dem Jugendstil und dem Paris der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert assoziiert.

Gismonda


1894

Farblithografie, 216 x 74,2 cm.

Mucha Museum, Prag.